Sonntag, 13. November 2016

Wiebke Gericke: babySignal Mit den Händen sprechen

Wenn wir ein Baby haben, dann ist es nicht einfach immer zu erkennen, was es gerade will. Das kleine kann noch nicht sprechen und trotzdem müssen wir mit ihm kommunizieren.

Das Buch Babysignal beschäftigt sich mit der Kommunikation mit Kindern. Es entstand aus der Praxis heraus, durch das Kennenlernen hörender Kinder von gehörlosen Eltern.
Auch wenn man zunächst meint, dass das Buch für einen vielleicht nicht den Input liefert, den man sich vorstellt, dann lohnt sich ein Blick hinein, der das Gegenteil beweist.
Es finden sich viele zeichnerische Abbildungen, die Gebärden abbilden. An denen kann man sich gut orientieren und sieht einfacher als auf Fotos, worauf es ankommt. Auch werden hier durch Pfeile Bewegungen deutlich.

Fotos sind rar gehalten und in schwarzweiß. Sie stehen zu Beginn jedes Kapitels. Das Buch ist nämlich gut untergliedert. Es baut sich aus folgenden Kapiteln auf

Gesten und Gebärden für die Kleinsten (3.-6. Lebensmonat)
Gebärden für den Anfang (6.-12. Lebensmonat)
Gebärden für zu Hause (12.-18. Lebensmonat)
Gebärden für unterwegs (18.-24. Lebensmonat)

Ebenfalls gibt es ein Wortregister der gängigsten Alltagsbegriffe, denn es ist im Grunde eine neue Sprache, die wir spielerisch mit den Kindern zusammen lernen. Sie erleichtert die Kommunikation mit dem Baby bevor es sprechen kann und fördert zudem die kindliche Sprachentwicklung.

Ein kleines Beispiel:

Als Amelie neunzehn Monate alt war, ist ihr Papa auf eine Geschäftsreise gegangen. Sie erzählte dann immer wieder: Papa Flugzeug arbeiten. Sie hat Sprechen und Gebärden gleichzeitig gelernt. So hat sie sich gut mitteilen können.
Flugzeug: Spreize den Daumen und den kleinen Finger von der geschlossenen Hand ab. Bewege die Hand vor deinem Körper in der Luft.

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