Montag, 10. Oktober 2016

"Der Liebesidiot" von Hajo Steinert {Rezension}

Das Buch habe ich lesen wollen, weil es spannend klang, dass sich jemand in eine Stimme verliebt und an dieser Liebe festhält, ohne die betreffende Person gesehen zu haben. Klingt doch total romantisch.
Aber das Buch entwickelt sich nicht in einen romantischen Liebesroman. Es ist vielmehr so, dass Sigmund sich als eine Art Stalker vorstellt. Er tut dies zwar nicht offensichtlich, aber dennoch will er die Stimme aus der Kantine kennenlernen. Pornos aus dem Internet und Verknalltheit in Poster sind Teil des bisherigen Lebens und der aktuellen Situation von Sigmund.
Irgendwie wird man nicht ganz warm mit der Geschichte und kann auch gar nicht so viel Sympathie für Sigmund empfinden. Daher fesselt einen das Buch nicht so wie gehofft. Die Schreibweise ist allerdings gut gelungen. Man erkennt, dass der Autor komplett hinter dem steht, was er schreibt. Vielleicht wäre ein anderer Klappentext besser geeignet, damit sich die richtigen Personen davon angesprochen fühlen. Der Schreibstil ist schon sehr anspruchsvoll und einige Sätze umfassen wirklich viele Wörter.
Wer mehr Wert auf guten Schreibstil legt als auf die Story an sich, dem sei das Buch empfohlen. Wer mehr will, als nur dahinplätscherndes Geschehen, für den ist das Buch nicht das richtige.

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Liebesidiot/Hajo-Steinert/Knaus/e370700.rhd

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