Donnerstag, 22. September 2016

Ein leichter Kriminalroman und schöne landschaftliche Beschreibungen: Sophie Bonnets provenzialische Geheimnisse (Ein Fall für Pierre Durand)

Provenzialische Geheimnisse überzeugt mich nicht so ganz.
Das ist der zweite Teil, aber daran liegt es nicht. Auch wenn man den ersten nicht kennt, kommt man hier gut mit der Handlung klar. Sie baut nicht so doll auf den ersten Teil auf und die wichtigsten Informationen gibt es nochmal.
Ein Mordfall und ein uralter Konflikt zwischen Jägern und Tierschützern wird thematisiert. Am Ende beschuldigt jeder jeden. Irgendwann wird die Akte geschlossen. Keiner will sich mehr mit dem Fall beschäftigen. Keiner außer Pierre. Er ermittelt heimlich, weil er ja eigentlich schon im Ruhestand ist. Das erinnert mich ein bisschen an die alten Kommissare aus Tatort und Co.
Somit ist das Buch mit Witz geschrieben, was sich beim Lesen gut macht, da man flüssig durchkommt und auch mal was zum Schmunzeln hat. Trotzdem blieb man die ganze Sache bei der Handlung und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Ende ist nicht vorhersehbar, da sich Motive immer wieder ändern und die Fassade der "Guten" anfangen zu bröckeln.
Dem ein oder anderen mag gefallen, wie kleine Details außerhalb der Handlung beschrieben werden: die Idylle im französischen Dorf, das abgeschiedene Leben, die Rezepte, die zu den gekochten Gerichten passen.. Ich finde sowas immer eher störend. Mich interessiert nur die Handlung an sich. Nicht das Drumherum. Wer sowas aber mag und wer gerne Kriminalromane liest, die als leichte Lektüre daherkommen, dem sei dieses Buch empfohlen. Eine Fortsetzung gibt es sogar auch noch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen