Freitag, 23. September 2016

Wenn du denkst es ist nur Pasta, liegst du falsch

Pastabücher können mich schon lange nicht mehr begeistern. Ich wage zu behaupten, ich bin kreativ genug, um mir selbst außergewöhnliche Rezepte auszudenken und gut zu kochen. Bücher, in denen solche Rezepte vorgestellt werden sind doch immer gleich. Da ist zwar auch was außergewöhnliches zu finden, aber im Großen und Ganzen unterscheiden sie sich kaum und bieten immer dasselbe.

Jetzt ist es tatsächlich so, dass ich diese Gedanken ein wenig zurücknehmen muss. Ich habe wirklich ein Kochbuch gefunden, was mir tatsächlich gefällt. Und es ist ein Pastabuch. Das Team von "essen & trinken" hat "Sonntags Pasta" herausgebracht, was tatsächlich die Nudelgerichte in den Vordergrund stellt. Absolut sonntagstaugliche Gerichte werden reich bebildert vorgestellt, klingen lecker, schmecken gut und machen Lust zum Kochen, weil sie gekonnt Zutaten kombinieren, die den besonderen Pfiff verleihen. Die Fotos sprechen einen total an und lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dabei gibt es Einteilungen in den Kategorien

Fleisch, Geflügel und Wild
Fisch & Meeresfrüchte
vegetarisch

Das ist übersichtlich und bringt es genau auf den Punkt. Wer meint bei diesem Buch die Standardgerichte zu finden, der sei eines besseren belehrt: wirklich besondere Varianten sind vertreten, wie
Steak-Tagliatelle mit Rauke
weiße Bolognese
Fettuccine mit Morcheln und Perlhuhnbrust

Unerwartet ausgefallen und richtig gut. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.


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Donnerstag, 22. September 2016

Liebe oder nicht Liebe, das ist hier die Frage


Ein Roman, wie er authentischer nicht sein könnte: hier ist die Story aus dem Leben gegriffen. Sie könnte dir und mir genauso passieren.
Der Klappentext führt uns nicht auf eine falsche Fährte sondern beschreibt, was wir in dem Buch erfahren: Susas Mann betrügt sie. Und er hat auch noch ein Kind. Das, was in der Nachbarschaft ihm schon immer so ähnlich gesehen hat.
Wie geht man nun damit um? Ist man wütend, traurig, verletzt? Kann man ihn trotzdem noch lieben, kann man verzeihen?
Das Buch führt einen durch die Zeit, durch die Susa gehen muss und ist so gut beschrieben, dass man mit ihr mitfühlen kann. Man versteht sie, möchte sie trösten, man leidet mit ihr.
In so einem Buch müssen Rückblicke sein, damit man verstehen kann, wie die Handlung zustande gekommen ist. Im Buch sind sie durch kursive Schrift hervorgehoben. Wer das nicht mag, kann sich aber vielleicht dennoch mit dem Roman anfreunden. Auf jeden Fall ist es ein Frauenroman, der sicher schon einiges vorausahnen lässt, der sich aber dennoch zu Ende lesen lassen will.

Ein leichter Kriminalroman und schöne landschaftliche Beschreibungen: Sophie Bonnets provenzialische Geheimnisse (Ein Fall für Pierre Durand)

Provenzialische Geheimnisse überzeugt mich nicht so ganz.
Das ist der zweite Teil, aber daran liegt es nicht. Auch wenn man den ersten nicht kennt, kommt man hier gut mit der Handlung klar. Sie baut nicht so doll auf den ersten Teil auf und die wichtigsten Informationen gibt es nochmal.
Ein Mordfall und ein uralter Konflikt zwischen Jägern und Tierschützern wird thematisiert. Am Ende beschuldigt jeder jeden. Irgendwann wird die Akte geschlossen. Keiner will sich mehr mit dem Fall beschäftigen. Keiner außer Pierre. Er ermittelt heimlich, weil er ja eigentlich schon im Ruhestand ist. Das erinnert mich ein bisschen an die alten Kommissare aus Tatort und Co.
Somit ist das Buch mit Witz geschrieben, was sich beim Lesen gut macht, da man flüssig durchkommt und auch mal was zum Schmunzeln hat. Trotzdem blieb man die ganze Sache bei der Handlung und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Ende ist nicht vorhersehbar, da sich Motive immer wieder ändern und die Fassade der "Guten" anfangen zu bröckeln.
Dem ein oder anderen mag gefallen, wie kleine Details außerhalb der Handlung beschrieben werden: die Idylle im französischen Dorf, das abgeschiedene Leben, die Rezepte, die zu den gekochten Gerichten passen.. Ich finde sowas immer eher störend. Mich interessiert nur die Handlung an sich. Nicht das Drumherum. Wer sowas aber mag und wer gerne Kriminalromane liest, die als leichte Lektüre daherkommen, dem sei dieses Buch empfohlen. Eine Fortsetzung gibt es sogar auch noch.

Donnerstag, 15. September 2016

Überzeugt mich nicht

Das Buch... ist nichts für mich.
Ja, man konnte es durch den Schreibstil schnell lesen. Das war aber auch gut so. Irgendwie bin ich damit nicht warm geworden. Ich muss mich mit den Charakteren identifizieren können und das konnte ich hier nicht.
"Hit and Run" ist ein Thriller, bei dem ein Mann auf die Motorhaube eines Autos knallt. Die Leiche wird kurzerhand verscharrt und der Kommissar muss den Fall lösen. Soweit noch nichts spannendes. Das ändert sich das Buch über auch nicht. Irgendwie kann man vieles erahnen, das Buch ist so ein Standard-Ding. Man bekommt mit, wie der Protagonist immer und immer weiter im Leben herunterkommt, das tut einem sehr leid und trifft noch die Schiene des Mitfühlens, was das Buch etwas besser ankommen lässt. Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich es nicht so wirklich empfehlen würde. Im Thriller-Genre gibt es weitaus bessere Bücher.



Wer trotzdem mal hineinlesen möchte, findet das Buch im btb-Verlag und weitere Rezensionen und Infos über die randomhouse-Verlagsgruppe.

Mittwoch, 14. September 2016

Laura und Maurice - die wahre Geschichte

Endlich kommt mal die Rezension zu diesem Buch. Aber es gibt eben Bücher, für die man sich einfach Zeit nehmen sollte, damit man sich ganz und gar auf sie einlassen kann.
"Immer Montags beste Freunde" gehört dazu.
Stellt euch vor, ihr unterbrecht in eurem hektischen Leben einmal euren alltäglichen Rhythmus und eure Gewohnheiten und macht etwas ganz anderes als ihr eigentlich tun würdet. Ihr geht eben nicht am hungrigen Maurice vorbei sondern kauft ihm etwas zu essen. Glaubt ihr, dass das euer Leben verändern könnte? Vielleicht trefft ihr euch jetzt jeden Montag mit ihm und erfahrt etwas über sein Leben.
Wie das aussehen könnte, kriegt man durch das Buch von Laura Schroff mit. Eine Freundschaft entwickelt sich über Jahre. Ob das wohl einen Zusammenhang hat, dass die Protagonistin ausgerechnet auch Laura heißt, wie die Autorin? Wir können nur vermuten, aber die Einfühlsamkeit, mit der diese Geschichte erzählt wird, ..
Maurice bekam durch Laura eine Welt, die er - es handelt sich um 1989 - in seiner Familie nicht bekam. Drogen und anderes bestimmten dort den Verlauf des Tages.
Das Buch liest sich schnell, weil man in einem Rutsch wissen will, wie die Geschichte verläuft. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass aus verschiedenen Perspektiven berichtet wird und man so einen tieferen und allumfassenden Eindruck bekommt.
Von einigen anderen Rezensionen habe ich mitbekommen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Laura ist wirklich Laura und sie beschreibt genau die Geschichte, die ihr widerfahren ist. Bei RTL soll sie sogar schon einmal gewesen sein, wo man erfahren konnte, wie die Geschichte von Maurice und ihr begonnen hat.
Über diese Freundschaft hat Laura ein Buch geschrieben, dass den ein oder anderen sicher zu Tränen rühren wird- und wenn es auch erst zum Ende des Buches ist.

 
Das Buch erhaltet ihr über die Verlagsgruppe randomhouse im Diana-Verlag.