Dienstag, 12. Juli 2016

Mord und Intrigen: Das Opfer von Angel Court {Anne Perry}



Unter dem Titel "Das Opfer von Angel Court" konnte ich mir erst gar nicht richtig etwas vorstellen. Nungut, es klingt nach einem Krimi und das ist es auch. Dabei spielt es in London im Jahre 1898.
Normalerweise bin ich skeptisch gegenüber solchen Geschichten, die nicht im Hier und Jetzt passieren. Ich habe mich trotzdem herangetraut. Der Schreibstil war nicht schlecht, aber richtig vom Hocker gehaun hat mich das Buch nicht.
Es geht um eine Predigerin. Ursprünglich ist Frau Delacruz Spanierin. Die Geschichte verläuft aber in London, wo Sophia versucht Fuß zu fassen und Vorträge hält. Dabei gehen die Meinungen über sie auseinander. Plötzlich ist Sophia verschwunden. Wie aus dem Nichts kann man sie nicht mehr finden, dabei sollte doch für ihre Sicherheit gesorgt werden. Hat etwa Thomas Pitt etwas damit zu tun? Der Chef, bei dem sie eigentlich unter Staatsschutz stand und von ihm beschützt werden sollte? Er nimmt zwar die Ermittlungen auf und sucht überall nach Sophia und Spuren, die ihn zu ihr führen, doch ist das vielleicht alles nur Schein zur Tarnung? Ein detailliertes und verwobenes Intrigennetz scheint aufzufliegen - und darin verwickelt: das ganze Land.
 
 
 
Das Buch hat sich etwas schleppend gelesen. Das mag daran liegen, dass sich viele Teile wiederholen. Die christlichen Glaubenstheorien, die Sophia predigt erscheinen wiederholt, wenn Thomas Pitt sich Gedanken dazu macht. Das macht das gesamte Buch zu schwer und denklastig.
Schade ist es auch, dass man das Ende erahnen kann. Wer ist Täter und welches Motiv veranlasste den Täter dazu? - Die Antwort ist nicht schwer zu erraten. Zwischenzeitlich hofft man noch auf eine Wendung, aber diese kommt nicht und somit fehlt der Geschichte der Reiz.
 
Fazit: kommt nicht richtig ins Rollen, könnte mehr "Leben" vertragen.

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