Sonntag, 8. Mai 2016

Ina Rudolph: Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?

Nachdem ich neulich ein Buch in der Hand hielt, habe ich danach auch gleich nochmal ein Exemplar verschenkt. Manchmal sind die Bücher nicht für die breite Masse ansprechend, dafür aber umso mehr für einzelne Personen, für die sie wie zugeschnitten erscheinen.
 
In dem Buch "Ich will ja loslassen" geht es eben um das Loslassen. Ina Rudolph beschreibt, wie sich die Welt für einen verändern kann. Die Realität bleibt zwar die gleiche, doch sobald sich unser Blick darauf verändert, nehmen wir sie anders wahr und werden selber anders wahrgenommen.
Kehrst du dein Denken um, so verändert sich die Welt für dich.
 
Klappentext: „The Work“ von Byron Katie, diese berühmte und radikale Methode zur Selbsterkenntnis, ist für viele der direkteste Weg, um das Loslassen zu lernen. Auch für die bekannte Schauspielerin Ina Rudolph begann, als sie auf „The Work“ stieß, ein tiefer innerer Veränderungsprozess. In lebendigen und berührenden Geschichten erzählt sie von ihren Erfahrungen mit „The Work“: wie sich ihre Freundschaften, die Beziehung zu ihrem Lebenspartner und zu ihrer Tochter, ihre berufliche Situation nach und nach veränderten. Wie sie lernte, durchs Leben zu gehen ohne zu wissen, was als nächstes geschieht. Die Realität bleibt die gleiche, doch sie fühlt sich ganz anders an. Ein berührendes Buch, das Mut macht, einen neuen Blick aufs Leben zu werfen: Es zeigt, wie sich innere Freiheit anfühlen kann.
 
Jetzt darf man dieses Buch aber nicht als solchen Ratgeber verstehen, wie es schon viele auf dem Markt gibt. Es ist vielleicht eher ein Tagebuch, indem Ina ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen festhält und mit uns teilt. Das macht das Buch auch für einige Leser langweilig. Man muss sich schon darauf einstellen und sich etwas mit der Erzählerin identifizieren können.
Ina stellt sich selbst einige Fragen, die sich vielleicht einige unter euch auch stellen. Wenn das aber nicht so sein sollte, kann das Buch sich ganz schön in die Länge ziehen.
 
Viele Fragen drehen sich um Beziehungsprobleme: offene Beziehung oder feste? Das alles wirkt ziemlich oberflächlich und wirft einen Blick auf die Autorin, der sich so darstellt, als würde sie sich nur selbst darstellen wollen.
Mein Interesse hat das Buch nicht gewonnen, aber ich wusste, wen es interessieren würde und habe damit auch tatsächlich richtig gelegen. Deshalb lege ich euch den Tipp ans Herz, erst einmal quer zu lesen, bevor ihr entscheidet das Buch zu kaufen. Möglicherweise werdet ihr sonst enttäuscht.

Fazit: Irgendwie ein Ratgeber, denn man kann aus den Erzählungen etwas mitnehmen, lernen und sich ändern.


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