Sonntag, 13. November 2016

Perfektes Gartendesign

Thomas Heumann hat mit dem Buch "Perfektes Gartendesign" die besten Beispiele aus 25 Jahren Gartengestaltung zusammengetragen. Das Buch ist letzten Monat erschienen und der Landschaftsgärtner präsentiert darin die 26 schönsten Gärten seines Betriebs in Weinstadt bei Stuttgart. Dort werden Konzepte gebildet, um für anspruchsvolle und exklusive Kunden Gärten zu bauen. Das Buch präsentiert sich als eine Art Bildband, wobei die etwas größere Form des Buches von Vorteil ist.
Wenn man für seinen eigenen Garten noch Inspirationen sucht und selbst Hobbygärtner ist, dann ist das Buch gut geeignet. Für alle anderen, ohne Garten, ohne viel Raum für landschaftliche Projekte, ist das Buch nur eine schön anzusehende Werkschau. Um seinen Garten neu anzulegen, fehlen mir jedoch einige weitere Beschreibungen, die die Bilder detailliert kommentieren.
Perfektes Gartendesign

Wiebke Gericke: babySignal Mit den Händen sprechen

Wenn wir ein Baby haben, dann ist es nicht einfach immer zu erkennen, was es gerade will. Das kleine kann noch nicht sprechen und trotzdem müssen wir mit ihm kommunizieren.

Das Buch Babysignal beschäftigt sich mit der Kommunikation mit Kindern. Es entstand aus der Praxis heraus, durch das Kennenlernen hörender Kinder von gehörlosen Eltern.
Auch wenn man zunächst meint, dass das Buch für einen vielleicht nicht den Input liefert, den man sich vorstellt, dann lohnt sich ein Blick hinein, der das Gegenteil beweist.
Es finden sich viele zeichnerische Abbildungen, die Gebärden abbilden. An denen kann man sich gut orientieren und sieht einfacher als auf Fotos, worauf es ankommt. Auch werden hier durch Pfeile Bewegungen deutlich.

Fotos sind rar gehalten und in schwarzweiß. Sie stehen zu Beginn jedes Kapitels. Das Buch ist nämlich gut untergliedert. Es baut sich aus folgenden Kapiteln auf

Gesten und Gebärden für die Kleinsten (3.-6. Lebensmonat)
Gebärden für den Anfang (6.-12. Lebensmonat)
Gebärden für zu Hause (12.-18. Lebensmonat)
Gebärden für unterwegs (18.-24. Lebensmonat)

Ebenfalls gibt es ein Wortregister der gängigsten Alltagsbegriffe, denn es ist im Grunde eine neue Sprache, die wir spielerisch mit den Kindern zusammen lernen. Sie erleichtert die Kommunikation mit dem Baby bevor es sprechen kann und fördert zudem die kindliche Sprachentwicklung.

Ein kleines Beispiel:

Als Amelie neunzehn Monate alt war, ist ihr Papa auf eine Geschäftsreise gegangen. Sie erzählte dann immer wieder: Papa Flugzeug arbeiten. Sie hat Sprechen und Gebärden gleichzeitig gelernt. So hat sie sich gut mitteilen können.
Flugzeug: Spreize den Daumen und den kleinen Finger von der geschlossenen Hand ab. Bewege die Hand vor deinem Körper in der Luft.

Donnerstag, 3. November 2016

Eberlen: "Miss you" als Hörbuchfassung - so ähnlich wie "Love Rosie"

"Miss you" habe ich als Hörbuch kennengelernt. Damit tue ich mich generell immer schwer, aber bei diesem klappt es gut. Das liegt nicht zuletzt an der guten Wahl der Sprecher. Oliver Wnuk und Annina Braunmiller-Jest sprechen zwar etwas langsam, können aber die Gefühle der Protagonisten gut wiedergeben.
Die Kapitel wechseln sich ab: mal ist es aus der Sicht von Gus, mal von Tess geschrieben. So wechseln sich auch die Vorleser ab, das bringt flow in das Ganze.

Gus und Tess lernen sich in Italien, Florenz kennen. Beide haben Interesse am anderen, doch keiner spricht den anderen an. So bleibt es 1997 vorerst beim Blickkontakt.

Immer wieder verpassen sich die beiden und begegnen sich dann wieder. Wir fiebern mit, ob sie sich nun diesmal endlich finden. Aber die Geschichte ist nicht so eine typische, wie man sie kennt. Langweilig wird es nie und so kann man das Hörbuch fast an einem Stück hören.

Romantik auf eine andere Art. Das Buch kann man auf jeden Fall empfehlen. Eberlen schreibt detailliert und facettenreich. Sie lässt dabei nicht außen vor, dass einzelne Lebensentscheidungen spätere Entwicklungen nach sich ziehen.

Romantisch, interessant, spannend, aber irgendwie auch trautig, dass sich beide in mehr als einem Jahrzehnt stets wieder über den Weg laufen. Ob Zufall oder Schicksal lässt sich streiten.

Wird die Geschichte gut ausgehen?

Finde dich gut, sonst findet dich keiner! TOP-Buch von Paula Lambert

Ein tolles Buch, was unser Selbstbewusstsein aufpoliert.
Paula schreibt ehrlich, sympathisch und frei von der Leber weg. Sie offenbart uns dabei ihre Geschichte, bezieht aktuellen Medienrummel mit ein und schildert uns ihre Sicht der Dinge.



Sich nicht von Äußerlichkeiten abhängig machen, Selbstzweifel beseitigen, indem wir zu uns stehen, uns selbst lieben und auch mit Vergangenem abschließen, indem wir es akzeptieren: uns sagen, dass es okay ist, nicht rank und schlank zu sein, dass es okay ist, Falten zu haben. Dass man schön ist, weil man ein toller Mensch ist und sich das Leben nicht unnötig schwer macht, indem man sich nicht selbst ständig runtermacht.

Das Buch ist im gewissen Sinne ein Ratgeber. Aber einer, der nicht sagt, was wir tun MÜSSEN, sondern uns einfach zeigt, wie es bei anderen klappt, sodass wir uns selbst ein Beispiel nehmen können.

Das Buch, der Inhalt und die Schreibweise sind super. Es ließt sich schnell weg, aber man kann auch zwischendrin Pausen machen und findet immer wieder rein.

Führe dein Leben nicht in Abhängigkeit anderer - das bringt uns Paula Lambert in ihrem Buch bei.

Definitiv 5 von 5 Punkten.

Mittwoch, 2. November 2016

Entscheidungsschwäche - So kann man sie überwinden

Ich hatte früher selber Schwierigkeiten dabei mich zu entscheiden.

Bei egal welchen Angelegenheiten. Sei es etwas wichtiges, wie das richtige Studium oder einfach nur ob ich meinen Milchkaffee mit Soja oder Kuhmilch haben wollte.
Es ging nicht. Ich brauchte ewig bis ich irgendetwas entschied und war dann noch nicht einmal glücklich und sicher mit meiner Entscheidung.

Das merkten auch andere und ich habe mich trainiert aus dem Bauch heraus zu entscheiden - und zwar in den ersten 3 Sekunden und dann mit meiner Entscheidung auszukommen.

Mittlerweile habe ich das Problem nicht mehr, beobachte es aber bei einer Bekannten. Für sie habe ich das folgende Buch mal unter die Lupe genommen.


FUCK IT soll helfen Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es keine richtige Lebenshilfe sondern scheint erstmal nur als witzige Lektüre:

Ihr münzt euer "Problem" in eine Ja/ Nein-Frage um und schlagt dann eine beliebige Seite auf.

Angeblich soll man intuitiv geleitet werden und dann ist das die richtige Entscheidung. Das glaube ich ja nicht. Aber ich glaube dass das Buch Spaß macht und dass es witzig ist, wenn man sich wirklich daran hält nach der Antwort auf der aufgeschlagenen Seite zu gehen.
Damit trainiert man, dass man einmal getroffene Entscheidungen annimmt und lernt zugleich, sie später selbst zu treffen. Denn das eigentliche Problem liegt ja darin, Angst vor den Konsequenzen zu haben:

Gehe ich zu der Party?

heißt ja manchmal eigentlich nur

Ich habe Angst etwas zu verpassen, wenn ich nicht hingehe, aber Lust habe ich eigentlich nicht.

Die Seiten einfach mit JA und NEIN zu füllen wäre zu einfach und mit Losen leicht nachzuahmen. Das Buch bietet etwas mehr zum Nachdenken:

Brauchst du es wirklich?

Du kennst die Antwort!

usw. sind Antworten, die ihr aufschlagen könntet.

Lasst euch überraschen und haltet euch daran statt einfach so lange umzublättern, bis ihr eine Antwort habt, die euch passt. Eine Anleitung zum Buch gibt euch auch eine gute Einführung.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Such- und Findebuch von FISCHER Duden

Der Kleine ist schon sehr weit im Vergleich zu anderen Kindern in seinem Alter. Vor allem was Bücher angeht. Da liegt sein Interesse schon sehr lange. Knuddeltiere wurden links liegengelassen und stattdessen mussten immer Bücher vorgelesen werden.
 
Mit 18 Monaten war ich mir sicher, dass ein Buch für 24+ das richtige sein würde. Gemeinsam haben wir uns also auf das Such und Findebuch von DUDEN gefreut, dass wir im Fischerverlag gefunden haben. Als "Ein echter Such- und Finde-Spaß durch die Tierwelt" wurde er beschrieben und das ist es auch wirklich: Tiere im Zoo, auf dem Bauernhof, in der freien Natur... so viel ist zu entdecken!
 
 
Mit dem Alter habe ich mich dann aber wirklich verschätzt. Für 1,5 Jahre sind die Bilder zu detailliert und klein. Wir mussten das Buch dann also wieder zur Seite legen. Aber so schlimm ist das ja auch nicht, dann holen wir es eben in einem halben Jahr wieder hervor.
Das sagt mir, dass DUDEN wirklich ein Gespür dafür hat. Man kann sich also auf die Altersangaben gut verlassen und sicher gehen, dass die Bücher so ausgelegt sind, dass die Kinder Spaß daran haben.
Aber es soll ja nicht nur um Spaß gehen.
http://www.fischerverlage.de/buch/duden_24_such-und_findebuch_tiere/9783737332910
 
 
Es gibt Wimmelbilder auf den Doppelseiten, auf denen viele Tiere zu sehen sind. Auf der rechten Seite sind Ausschnitte zu erkennen, die Tiere zeigen, die man auf dem großen Bild suchen soll.
"Wo ist das Meerschweinchen?" - diese Frage trainiert nicht nur das Wiedererkennen vom Bildausschnitt. Es verknüpft auch das Bild mit dem Tiernamen, so dass dieser ebenfalls gelernt wird. Der Wortschatz wird erweitert und die Wahrnehmung trainiert. 
 
Das kleine Büchlein lässt sich gut mitnehmen: in den Kindergarten, auf Reisen, zum Picknick.. Durch die stabilen Pappseiten ermöglichen sie den Kleinen ein eigenständiges Blättern.
 
Fazit: ein gut durchdachtes Buch, ideal abgestimmt auf die Entwicklung der Kinder.

Freitag, 14. Oktober 2016

Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? DU entscheidest! Das TV-Ereignis des Jahres :Das Erste „Terror – Ihr Urteil“ Ferdinand von Schirach

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Habt ihr das auch schon mitbekommen? Im ARD kommt doch jetzt immer die Werbung für den Film, der am 17.10. um 20:15 Uhr läuft.
Eine Lufthansa-Maschine wird gekapert und der Terrorist zwingt den Pilot, auf die gefüllte Allianz-Arena in München zuzufliegen. Der geplante Anschlag wird allerdings verhindert, denn ein Kampfpilot der Luftwaffe schießt das Flugzeug kurzerhand ab und rettet somit 70000 Unschuldige. Gleichzeitig tötet er aber auch über 140 Unschuldige. Nämlich die Passagiere des Flugzeuges. Noch dazu erhielt er nicht das Ok seiner Vorgesetzten sondern handelte eigenständig. Nun steht er vor Gericht und muss sich erklären.

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In der Haut des Kampfpiloten möchte ich nicht stecken. Weder zum Zeitpunkt des Geschehens, noch vor Gericht. Es ist nicht einfach eine Position einzunehmen und sich klar zu positionieren. Zumindest geht es mir so. Wir werden aber aufgefordert zu entscheiden, denn wir, als Zuschauer, sollen nun über Schuld und Unschuld richten. Unser Urteil wird am 17.10. verkündet.
Makaber, aber aktuell. Sonst sind wir so oft der Meinung, dass die Schuldfrage auf der Hand liegt. So oft regen wir uns über gesprochene Urteile auf und haben von vornherein einen Standpunkt, von dem wir nicht abweichen wollen.
Schauen wir aber hinter die Kulissen, betrachten alle Gegebenheiten in verschiedenem Licht, so werden wir vielleicht gar nicht so einfach urteilen können. Nun haben wir es aber in der Hand. Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche Rechte und Werte sind uns wichtig?

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Verurteilen wir Lars Koch als Mörder oder feiern wir ihn als Held? War das denn eine Heldentat und ist er kein Verbrecher? Das spannende Justizdrama der ARD zeigt "Terror" von Ferdinand von Schirach mit all seinen Facetten zu Schuld und Unschuld.

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Der Film zeigt nicht etwa das Geschehen, aber er stellt die Gerichtsverhandlung dar. Viele gestellte und unterdrückte Fragen. Anwälte und Richter, die ihre Stellung verteidigen. Vor allem aber auch Anhaltspunkte über die man nachdenken sollte: Wären die Passagiere nicht sowieso gestorben? Macht es einen Unterschied, wie viel Zeit einem Menschen noch bleibt? Ist es nicht so oder so gegen das Gesetz, wenn er gegen den Befehl handelte? Wäre es vielleicht den Passagieren gelungen in das Cockpit zu gelangen und den Anschlag zu verhindern? Ändert sich damit nicht die ganze Lage? Wie fühlen sich Angehörige der Passagiere und Angehörige der Stadionbesucher? Was wäre, wenn es eigene Familienmitglieder betreffen würde? Würde Lars Koch (gespielt von Florian David Fitz) auch schießen, säße seine Frau in der Maschine?
Ein brisantes Thema, bei dem es regen Diskussionsbedarf gibt.


Das besondere am Film ist, dass der Zuschauer das Urteil „schuldig" oder "nicht schuldig" fällt.
Am Ende dreht sich nämlich der Richter zu uns um und fragt, wie wir entscheiden würden.
 
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Abstimmen könnt ihr
online bei der ARD
bei Twitter
und Facebook

Dann läuft in der ARD erstmal "hart aber fair". Während dieser Zeit wird multimedial abgestimmt und je nach Zuschauermeinung das Ende "Veruteilung" oder "Freispruch" gezeigt.
Mich interessiert ja schon, wie "wir" entscheiden. Und vor allem, wie die Leute ihr Urteil rechtfertigen. Das werden wir dann in Frank Plasbergs Sendung, also "hart aber fair" erfahren, wo es anschließend in die Diskussionsrunde mit Juristen und Studiogästen geht.
 
 
 
Lese Weiteres zum Film hier: [klick]
 
 

Happy Living - Die besten Zutaten für mehr Wohnglück

Zum Happy Living braucht es nicht viel. Happy living ist auch durchgestyled. Also irgendwie zwar schon, aber eben anders. Nicht so der Standard, den jedes Möbelhaus anbietet. Nein, es entsteht durch dich! Durch das, was du magst. Du brauchst nur ein kreatives Händchen, um es gut in Szene zu setzen. Und dieses Know-how bietet dir das neue Buch.

In seiner Aufmachung mit dem kräftigen pink-lila-Ton, ist es gleich in Hingucker. Frisch. Und weckt auf jeden Fall erstmal Interesse hineinzuschauen. Aus dem "Ich blätter mal durch" wurde bei mir dann tatsächlich ein Lesen. An einem Abend stöberte ich das Buch bis zur Hälfte durch. Nicht alles war mir neu, aber bei vielen Sachen traute ich mich immer einfach noch nicht. Doch hier wurde ich ermutigt: Nimm doch mal Farben, nimm Muster, kombiniere!

In sieben Zutaten geht es zum Happy Living. Es heißt auch deshalb nicht Perfect Living. Nein, denn um glücklich zu wohnen, genügt es, sich Zeit zum Genießen zu nehmen, das Herz zu berühren. Die sieben Zutaten, wie Leichtigkeit und Nachhaltigkeit, Mixen und anderes tragen dazu bei, sich in seiner Wohnung wohl zu fühlen. Da darf auch gerne etwas an Erbstücken und Flohmarktfunden kombiniert werden.

Es finden sich Tipps für Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer, ja, sogar Flurgestaltung kommt hier zur Sprache. Designer geben Tipps und die letzten Seiten des Buches füllen Hometours, in denen Stilexperten zeigen, wie sie wohnen.

Findet man ein abgebildetes Möbelstück so schön, dass man es auch haben möchte, gibt es zu den ganzen Sammlerstücken auch Nachweise, woher man sie beziehen kann.

Das Buch überrascht mich. Es bietet mehr als nur ein unterhaltsames Hineinblättern.


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Meine Herbstempfehlung: Best Friends -So Wie Wir Sind

Für manche Bücher muss man sich Zeit nehmen. Und das heißt nicht, dass sie sich so schwer lesen. Auch flüssig geschrieben Bücher brauchen manchmal einfach, dass man sich auf die Geschichte einlässt, mitfühlt und dabei ist.

Das Buch, für das ich mir zuletzt Zeit genommen habe ist "Best friends" von Emily Gould. Es geht um eine Freundschaft über zwei Frauen um die dreißig. Das ist auch mal schön, sich mit so einem Thema zu beschäftigen, was ja neben den ganzen Liebesgeschichten gern untergeht.
 
 
Die Autorin schafft es, dass man die zwei Protagonisten, die Freundinnen Bev und Amy, ins Herz schließt. Am liebsten wäre man selbst mit ihnen befreundet, so sympathisch sind sie einem.
 
Die Geschichte spielt in New York, wo sich die beiden auch kennenlernten und seitdem beste Freundinnen sind. Ihr Job unterfordert die beiden und noch dazu sind sie unterbezahlt. Wenn man als Bloggerin, wie Amy, gelangweilt im Büro sitzt oder wie Bev Schulden hat, könnte das Leben schon ein bisschen mehr Glück parat haben, denkt man. Doch die beiden haben sich und machen das beste aus der Situation. Auch in mittelmäßigen Situationen können wir den Humor behalten, weil Emily Gould auch so schreibt, dass man immer etwas zu Lachen hat.
 
Das Buch stellt zu Beginn die beiden Charaktere in einzelnen Kapiteln vor. Schon das erste, in dem Bev zu einem Bewerbungstermin eilt, um endlich etwas Geld zu verdienen, gefällt mir sehr. Das könnte ich sein, wie ich auf dem Weg erst meinen Bewerbungsbogen ausfüllen will, dann ständig etwas dazwischen kommt und ich zum Schluss über den Fragen brüte, was denn meine Ziele sind. Bev scheint ein durchschnittliches Leben gehabt zu haben. Feiern, der Liebe hinterhergehen, wieder zurückkommen, dadurch eine Lücke im Lebenslauf zu haben und irgendwie nichts Großes gerissen zu haben. Das scheint sich mit dem zehn fünfzig Job nun ja auch nicht gerade ändern zu wollen.
 
Die Geschichte geht ebenso sympathisch weiter. Die beiden Mädels muss man einfach gern haben. Diese Gefühl wird durch den Schreibstil unterstützt, der sich flüssig liest, weil er einfach so geschrieben ist, wie wir auch sprechen würden. Ohne Verschnörkelungen, ganz authentisch.
 
Das Buch empfehle ich allen, die Freundschaft suchen oder gefunden haben, ihre Bestimmung suchen oder schon gefunden haben und vor allem denjenigen, die ein gutes Buch einfach auch mal so lesen.
 
Wie geht das Buch aus? Durch eine ungeplante Schwangerschaft muss bald ein neuer Plan her.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Jung bleiben - wie man es angehen kann

Das Buch von Bill Gifford ist anders als erwartet. Aber es ist gut. Ich fange an zu lesen und höre nicht mehr auf.
Es ist nicht so als würde man Kapitel für Kapitel gesagt bekommen, wie man sich zu ernähren hat, welchen Sport man zu treiben hat, was man zu unterlassen hat etc. um gesund zu sein und damit jung zu bleiben.

Das Cover spiegelt wieder, was man erwartet: Jugendlichkeit. Jung sein. Ein Apfel (oder ist es eine Nektarine?), ganz prall, jugendlich rot, faltenlos mit abperlenden Wassertröpfchen. Hell, fresh, jung.

Komischerweise geht es in dem Buch "Jung bleiben" nicht um das Jung sein. Es geht um das Altern. Das kann schon ganz schön betrübend sein, aber es ist interessant. Es ist interessant zu lesen, was Bill schreibt. Dabei geht er auf Forschungen, Zahlen und Co. ein ohne einschläfernd zu berichten. In der Einleitung geht es um einen Arzt des 19. Jahrhunderts, auf den im ganzen Buch Bezug genommen wird. Interessant, was er alles getan hat, nur um sein unstillbares Interesse an gesundheitlichen Phänomenen zu stillen. Er unterzieht sich selbst Experimenten und gerät dabei nicht allzu selten an die Grenzen des Todes.

Im weiteren Verlauf des Buches bezieht sich Bill Gifford auf das, was er in der Welt über das Jungbleiben hört. Er wägt für und wider ab, aber tut dies auf eine Weise, in welcher der Leser immernoch selbst entscheiden kann, was er davon halten mag.

Das Buch ist super interessant, ich empfehle es jedem, der Zahlen und Fakten kennenlernen will, die Geschichte der Anti-Aging-Bewegung beleuchtet haben möchte und sich mit diesem Wissen seine eigene Lebensart für ein Leben mit jugendlichem Aussehen zurechtlegen möchte.

Gefällt mir nicht

Confidence Code
Was Frauen selbstbewusst macht
erschienen: 28. März 2016
 
Eine vollständige Rezension zu diesem Buch kann ich euch nicht liefern. Das liegt schlichtweg daran, dass ich es nicht komplett lesen werde. Es gefällt mir schon beim ersten Hineinlesen gar nicht.
 
Eigentlich hatte es mein Interesse geweckt, was an dem folgenden Klappentext lag:
                                    
Den Schlüssel zum Erfolg liefert nicht allein die Kompetenz – wer in der Arbeitswelt und im Privatleben bestehen will, für den ist Selbstvertrauen unabdingbar. Gerade Frauen kämpfen jedoch häufig mit Selbstzweifeln. Woran liegt das? Und lässt sich Selbstbewusstsein aneignen oder bestimmen unsere Gene darüber, wie selbstsicher wir sind? In ihrem sensationellen Bestseller, der in Deutschland längst als Geheimtipp gehandelt wird, zeigen die renommierten Journalistinnen Claire Shipman und Katty Kay anhand verblüffender Forschungsergebnisse, wie jede Frau ihr Selbstgefühl stärken kann. Gemeinsam mit führenden Neurowissenschaftlern und Psychologen weltweit haben sie innovative Ansätze entwickelt, wie wir selbstsicherer werden können, indem wir etwa Risiken eingehen und aktiv handeln. Und wie wir unsere Denkstrukturen langfristig verändern. In Gesprächen mit einflussreichen Frauen aus Politik, Sport und Kunst kommen Kay und Shipman dem Geheimnis auf die Spur, wie Frau ihre Ziele erreichen und ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

Ich hatte eine Art Ratgeber-Sachbuch erwartet, was einen Tipps an die Hand gibt und Übungen um unser Selbstbewusstsein zu stärken. Stattdessen berichtet das Buch in kleinschrittigster Weise von den Erlebnissen, Beobachtungen und Forschungsergebnissen, die die beiden Autorinnen auf ihrer Recherche erlebt haben.
Eine lange Ausführung über Rattenforschung, da Ratten ja ebenso Selbstbewusstsein trainieren können, schläfert ein und ist höchstens interessant, wenn man das ganze vollends glaubt. Auch das ständige Vergleichen von männlich und weiblich stört mich ungemein. Die Frauen sind ja ach so ohne Selbstbewusstsein, während die Männer davor nur so strotzen, obwohl meistens nichts dahinter ist!
Nein, ich verstehe nicht, warum das Buch bei den 5 Rezensionen, die ich gelesen habe fast volle Punktzahl erhalten hat. Höchstens im hintersten Teil kann ich dem Buch etwas abgewinnen: Fortschritte statt Perfektion loben, Enttäuschungen tolerieren. Doch auch hier zieht sich wieder diese Emanzen-Linie durch.
Für mich ein absolutes Nein.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Lügen mit Zahlen: Es sind meistens die augenscheinlichsten Dinge, die wir nicht prüfen und mit denen man uns an der Nase herumführen kann

Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff berichten in ihrem Buch, wie wir mit Statistiken manipuliert werden. Dieses Thema fasziniert mich ja schon eine ganze Weile, denn es ist allgegenwärtig.
Hier und da wird ein Teil eines Diagrammes abgeschnitten und vermittelt somit trotz richtiger Zahlen einen falschen Eindruck. Genau dasselbe ist es, wenn Piktogramme größer dargestellt werden, um einen Anstieg zu verzeichnen, der Vergrößerungsfaktor aber nicht dem der Zahlen entspricht.

Das Buch greift viele verschiedene Bereiche auf. Nicht nur visuelle Darstellungen sondern auch Zahlentricks, Praxisbeispiele, Wahlprognosen, Prozentangaben und und und.
Interessant bleibt die Darstellung immer durch den Bezug zu unserem aktuellen Leben.
Man merkt hier also, dass nicht nur reine Mathematik vorgestellt wird, denn das Buch bleibt trotz des trockenen Themas gewitzt und flüssig lesbar. Daran sind persönliche Schilderungen schuld, die Gerd Bosbach selbst erlebt hat und uns auf lockere Art vorstellt.
Immer wieder gibt es Zwischenfragen, die man den Überzeugten bzw. Überzeugenden entgegenhalten kann und somit deren feste Meinungen zum Wackeln bringt.

Für Mathematiker und Leser, die sich gerne mit Statistiken und Täuschungen befassen, ist das Buch ein gefundenes Fressen. Es macht absolut Spaß, sich diese interessanten Thematiken anzuschauen und auch als Allwissender immer wieder neue Schlupflöcher zu entdecken, auf die man von Tag zu Tag selber hineinfällt.

Die Aufteilung des Buches ist gut durchdacht. In den ersten zehn Kapiteln finden sich Methoden, die in Politik, Journalismus etc. angewandt werden, um uns scheinbare Veränderung auf Zahlengrundlagen weiszumachen. Hierbei wird immer erst ein Beispiel gegeben und das dann verallgemeinert.
Die folgenden drei Kapitel beziehen sich auf das Erreichen politischer Ziele. Hier geht es also um Armut, Gesundheit und dergleichen. Was bewegt uns also dazu, ein Öko-Produkt zu kaufen. Zahlen der Wirksamkeit. Aber sind diese realistisch?
Weitere Kapitel tragen dann noch zusammen, was den Rahmen der anderen gesprengt hätte.
Am Schönsten finde ich allerdings, dass es Tipps und Übungen sowie Aufgaben und Lösungen gibt, wie man Statistiken selbst überprüfen kann und welche Fehler man vermeiden sollte. Es sind meistens die augenscheinlichsten Dinge, die wir nicht nachprüfen und mit denen man uns an der Nase herumführen kann.

Montag, 10. Oktober 2016

Abnehmen und Shaping mit dem Women`s Health Annehm-Buch

Nicht nur Diät, sondern auch Ernährung und Physiologie. Das Buch ist geeignet und motivierend für alle diejenigen, die sich dazu entschlossen haben endlich ihre Gewichtprobleme in den Griff zu bekommen. Es geht aber nicht ausschließlich um das Abnehmen, auch wenn das Womans Health-Buch es erstmal so aussehen lässt. Das Buch bietet Ernährungspläne über mehrere Wochen und verspricht uns, dass wir das alles ohne Hungern und falsche Diäten schaffen. Wir können lecker essen und bekommen sogar viele Rezepte an die Hand, die wir gleich umsetzen können. Dazu noch die vorgeschlagenen Workouts und schon sind wir fit und schlank. Das Sportprogramm ist gut angeleitet und kann von uns mithilfe der Tabellen gut im Auge behalten werden. Unterteilt wird im Sportteil in Abnehmen und Shaping.

Ob das alles wirklich so läuft, muss jeder für sich selbst herausfinden. Das Buch bietet eine gute Anleitung, aber durchziehen muss es jeder alleine.

Die Informationen in dem Buch sind aber gut eingebracht. So erfahren wir auch etwas über richtige Ernährung und verstehen also auch, warum wir was wie machen sollen. Auch Superfoods spielen hier eine Rolle, was meiner Meinung nach etwas übertrieben ist, aber den aktuellen Trend aufgreift. Nur muss man daher bei den Rezepten erstmal einkaufen gehen, weil man mit Sicherheit nicht alles der speziellen Zutaten im Hause hat.


"Der Liebesidiot" von Hajo Steinert {Rezension}

Das Buch habe ich lesen wollen, weil es spannend klang, dass sich jemand in eine Stimme verliebt und an dieser Liebe festhält, ohne die betreffende Person gesehen zu haben. Klingt doch total romantisch.
Aber das Buch entwickelt sich nicht in einen romantischen Liebesroman. Es ist vielmehr so, dass Sigmund sich als eine Art Stalker vorstellt. Er tut dies zwar nicht offensichtlich, aber dennoch will er die Stimme aus der Kantine kennenlernen. Pornos aus dem Internet und Verknalltheit in Poster sind Teil des bisherigen Lebens und der aktuellen Situation von Sigmund.
Irgendwie wird man nicht ganz warm mit der Geschichte und kann auch gar nicht so viel Sympathie für Sigmund empfinden. Daher fesselt einen das Buch nicht so wie gehofft. Die Schreibweise ist allerdings gut gelungen. Man erkennt, dass der Autor komplett hinter dem steht, was er schreibt. Vielleicht wäre ein anderer Klappentext besser geeignet, damit sich die richtigen Personen davon angesprochen fühlen. Der Schreibstil ist schon sehr anspruchsvoll und einige Sätze umfassen wirklich viele Wörter.
Wer mehr Wert auf guten Schreibstil legt als auf die Story an sich, dem sei das Buch empfohlen. Wer mehr will, als nur dahinplätscherndes Geschehen, für den ist das Buch nicht das richtige.

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Liebesidiot/Hajo-Steinert/Knaus/e370700.rhd

Samstag, 1. Oktober 2016

Stretching Anatomie guide für mentale und körperliche Fitness

Mit Sport fühlt man sich gut - ist die eine Meinung.

Andere können mit Sport nichts anfangen.

Beide haben aber gemeinsam: Falls man sich doch mal aufgerafft hat, fühlt man sich danach stark. Zumindest mental:) Man hat etwas geschafft, sich Zeit für sich genommen und Durchhaltevermögen bewiesen.
 
Stretching scheint auf den ersten Blick nicht der härteste Sport zu sein. Muss es ja auch nicht. Stretching ist dennoch Sport. Und es fördert die Konzentration.
Craig Ramsay berichtet im Buch "Der StretchingAnatomie guide" über das Dehnprogramm für flexible Muskeln. Er erzählt davon, dass er als Kind ADHS diagnostiziert bekommen hat und seine Eltern ihn selten ruhig und konzentriert vorfinden konnten. Es sei denn er machte Sport. So meldeten sie ihn beim Tanzen, Turnen und Hockey an.
Brauchen Menschen körperliche Aktivität, um keine Dummheiten zu machen? Bei Ramsey funktionierte es als Kind. Der wesentliche Punkt aber liegt im Selbstbewusstsein und als Nebeneffekt waren die schulischen Leistungen nicht zu verachten, die sich stetig verbesserten, was wohl auch daran lag, dass sich Hausaufgaben während Dehnungsübungen auf dem Wohnzimmerboden wie von selbst erledigten.
 
Ein Buch, eine Botschaft und
 
Stretchingübungen für Beweglichkeit, körperliche Fitness und das flexible Angehen und Überwinden von Hindernissen im Alltag.
 
 

Freitag, 23. September 2016

Wenn du denkst es ist nur Pasta, liegst du falsch

Pastabücher können mich schon lange nicht mehr begeistern. Ich wage zu behaupten, ich bin kreativ genug, um mir selbst außergewöhnliche Rezepte auszudenken und gut zu kochen. Bücher, in denen solche Rezepte vorgestellt werden sind doch immer gleich. Da ist zwar auch was außergewöhnliches zu finden, aber im Großen und Ganzen unterscheiden sie sich kaum und bieten immer dasselbe.

Jetzt ist es tatsächlich so, dass ich diese Gedanken ein wenig zurücknehmen muss. Ich habe wirklich ein Kochbuch gefunden, was mir tatsächlich gefällt. Und es ist ein Pastabuch. Das Team von "essen & trinken" hat "Sonntags Pasta" herausgebracht, was tatsächlich die Nudelgerichte in den Vordergrund stellt. Absolut sonntagstaugliche Gerichte werden reich bebildert vorgestellt, klingen lecker, schmecken gut und machen Lust zum Kochen, weil sie gekonnt Zutaten kombinieren, die den besonderen Pfiff verleihen. Die Fotos sprechen einen total an und lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dabei gibt es Einteilungen in den Kategorien

Fleisch, Geflügel und Wild
Fisch & Meeresfrüchte
vegetarisch

Das ist übersichtlich und bringt es genau auf den Punkt. Wer meint bei diesem Buch die Standardgerichte zu finden, der sei eines besseren belehrt: wirklich besondere Varianten sind vertreten, wie
Steak-Tagliatelle mit Rauke
weiße Bolognese
Fettuccine mit Morcheln und Perlhuhnbrust

Unerwartet ausgefallen und richtig gut. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.


für 20€ über Edition Fackelträger zu erhalten
[klick] für einen Blick ins Buch und weitere Infos

Donnerstag, 22. September 2016

Liebe oder nicht Liebe, das ist hier die Frage


Ein Roman, wie er authentischer nicht sein könnte: hier ist die Story aus dem Leben gegriffen. Sie könnte dir und mir genauso passieren.
Der Klappentext führt uns nicht auf eine falsche Fährte sondern beschreibt, was wir in dem Buch erfahren: Susas Mann betrügt sie. Und er hat auch noch ein Kind. Das, was in der Nachbarschaft ihm schon immer so ähnlich gesehen hat.
Wie geht man nun damit um? Ist man wütend, traurig, verletzt? Kann man ihn trotzdem noch lieben, kann man verzeihen?
Das Buch führt einen durch die Zeit, durch die Susa gehen muss und ist so gut beschrieben, dass man mit ihr mitfühlen kann. Man versteht sie, möchte sie trösten, man leidet mit ihr.
In so einem Buch müssen Rückblicke sein, damit man verstehen kann, wie die Handlung zustande gekommen ist. Im Buch sind sie durch kursive Schrift hervorgehoben. Wer das nicht mag, kann sich aber vielleicht dennoch mit dem Roman anfreunden. Auf jeden Fall ist es ein Frauenroman, der sicher schon einiges vorausahnen lässt, der sich aber dennoch zu Ende lesen lassen will.

Ein leichter Kriminalroman und schöne landschaftliche Beschreibungen: Sophie Bonnets provenzialische Geheimnisse (Ein Fall für Pierre Durand)

Provenzialische Geheimnisse überzeugt mich nicht so ganz.
Das ist der zweite Teil, aber daran liegt es nicht. Auch wenn man den ersten nicht kennt, kommt man hier gut mit der Handlung klar. Sie baut nicht so doll auf den ersten Teil auf und die wichtigsten Informationen gibt es nochmal.
Ein Mordfall und ein uralter Konflikt zwischen Jägern und Tierschützern wird thematisiert. Am Ende beschuldigt jeder jeden. Irgendwann wird die Akte geschlossen. Keiner will sich mehr mit dem Fall beschäftigen. Keiner außer Pierre. Er ermittelt heimlich, weil er ja eigentlich schon im Ruhestand ist. Das erinnert mich ein bisschen an die alten Kommissare aus Tatort und Co.
Somit ist das Buch mit Witz geschrieben, was sich beim Lesen gut macht, da man flüssig durchkommt und auch mal was zum Schmunzeln hat. Trotzdem blieb man die ganze Sache bei der Handlung und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Ende ist nicht vorhersehbar, da sich Motive immer wieder ändern und die Fassade der "Guten" anfangen zu bröckeln.
Dem ein oder anderen mag gefallen, wie kleine Details außerhalb der Handlung beschrieben werden: die Idylle im französischen Dorf, das abgeschiedene Leben, die Rezepte, die zu den gekochten Gerichten passen.. Ich finde sowas immer eher störend. Mich interessiert nur die Handlung an sich. Nicht das Drumherum. Wer sowas aber mag und wer gerne Kriminalromane liest, die als leichte Lektüre daherkommen, dem sei dieses Buch empfohlen. Eine Fortsetzung gibt es sogar auch noch.

Donnerstag, 15. September 2016

Überzeugt mich nicht

Das Buch... ist nichts für mich.
Ja, man konnte es durch den Schreibstil schnell lesen. Das war aber auch gut so. Irgendwie bin ich damit nicht warm geworden. Ich muss mich mit den Charakteren identifizieren können und das konnte ich hier nicht.
"Hit and Run" ist ein Thriller, bei dem ein Mann auf die Motorhaube eines Autos knallt. Die Leiche wird kurzerhand verscharrt und der Kommissar muss den Fall lösen. Soweit noch nichts spannendes. Das ändert sich das Buch über auch nicht. Irgendwie kann man vieles erahnen, das Buch ist so ein Standard-Ding. Man bekommt mit, wie der Protagonist immer und immer weiter im Leben herunterkommt, das tut einem sehr leid und trifft noch die Schiene des Mitfühlens, was das Buch etwas besser ankommen lässt. Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich es nicht so wirklich empfehlen würde. Im Thriller-Genre gibt es weitaus bessere Bücher.



Wer trotzdem mal hineinlesen möchte, findet das Buch im btb-Verlag und weitere Rezensionen und Infos über die randomhouse-Verlagsgruppe.

Mittwoch, 14. September 2016

Laura und Maurice - die wahre Geschichte

Endlich kommt mal die Rezension zu diesem Buch. Aber es gibt eben Bücher, für die man sich einfach Zeit nehmen sollte, damit man sich ganz und gar auf sie einlassen kann.
"Immer Montags beste Freunde" gehört dazu.
Stellt euch vor, ihr unterbrecht in eurem hektischen Leben einmal euren alltäglichen Rhythmus und eure Gewohnheiten und macht etwas ganz anderes als ihr eigentlich tun würdet. Ihr geht eben nicht am hungrigen Maurice vorbei sondern kauft ihm etwas zu essen. Glaubt ihr, dass das euer Leben verändern könnte? Vielleicht trefft ihr euch jetzt jeden Montag mit ihm und erfahrt etwas über sein Leben.
Wie das aussehen könnte, kriegt man durch das Buch von Laura Schroff mit. Eine Freundschaft entwickelt sich über Jahre. Ob das wohl einen Zusammenhang hat, dass die Protagonistin ausgerechnet auch Laura heißt, wie die Autorin? Wir können nur vermuten, aber die Einfühlsamkeit, mit der diese Geschichte erzählt wird, ..
Maurice bekam durch Laura eine Welt, die er - es handelt sich um 1989 - in seiner Familie nicht bekam. Drogen und anderes bestimmten dort den Verlauf des Tages.
Das Buch liest sich schnell, weil man in einem Rutsch wissen will, wie die Geschichte verläuft. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass aus verschiedenen Perspektiven berichtet wird und man so einen tieferen und allumfassenden Eindruck bekommt.
Von einigen anderen Rezensionen habe ich mitbekommen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Laura ist wirklich Laura und sie beschreibt genau die Geschichte, die ihr widerfahren ist. Bei RTL soll sie sogar schon einmal gewesen sein, wo man erfahren konnte, wie die Geschichte von Maurice und ihr begonnen hat.
Über diese Freundschaft hat Laura ein Buch geschrieben, dass den ein oder anderen sicher zu Tränen rühren wird- und wenn es auch erst zum Ende des Buches ist.

 
Das Buch erhaltet ihr über die Verlagsgruppe randomhouse im Diana-Verlag.

Freitag, 12. August 2016

Hot or not? Fit und Sexy mit unseren Köln- Lieblingen

Bla bla bla. Dass Sport wichtig ist, haben wir alle schon gehört.
Ich höre euch schon stöhnen und sehe euch mit den Augen rollen. Ihr wisst es ja, was soll ich euch da weiter erzählen?
 
Bock hab ich ja selbst nicht - es wäre so viel einfacher, wenn es auch ohne Sport ginge. Aber ganz im Ernst: wer euch sowas verspricht, der lügt euch einfach nur was vor!
Klar könnt ihr auch abnehmen ohne Sport zu machen, aber wirklich schick sieht das dann auch nicht aus. Wenn ihr schon wollt, dass euch hinterhergeguckt wird, man euch nachpfeift und ihr einfach auch mehr Aufmerksamkeit und Respekt bekommt, dann muss ein bisschen Sport schon sein. So leid es mir tut!
Ich rede von "ein bisschen" Sport. Ja, wirklich, viel müsst ihr auch nicht machen. Hauptsache ihr macht es mit System und regelmäßig. Die Erfolge seht ihr dann nicht nur auf der Waage.
 
Du verbrennst Kalorien und damit Fett.
 
Du siehst besser aus.
 
Du bleibst länger gesund.
 
Und als guter Nebeneffekt: Du kannst mehr essen, ohne zuzulegen.
 
 
Heute schauen wir uns mal ein Buch an. Vielleicht kennt der ein oder andere ja schon "Hot or not?". Das Buch ist von Patrick Schumann und ich habe es empfohlen bekommen. Es ist der totale Renner unter Trainierenden. Ihr findet hier Übungen als ganze Trainingsprogramme zusammengestellt und ebenfalls Infos zu Ernährung.
Ich mag an dem Buch, dass aus Sicht der Personen geschrieben wird, die tatsächlich selbst trainieren. Man bekommt ehrliche Einblicke und merkt, dass selbst die protzigsten Pumper mal dem inneren Schweinehund folgen.
Irgendwann habe ich dann gerafft, dass hier die Darsteller von Köln 50667 ihre Programme vorstellen. Das mag für Fans nochmal einen weiteren Motivationseffekt haben. Trainiert also mit ihnen zusammen. Wir haben vier Varianten: Training im Studio oder zu Hause jeweils für Männer und Frauen.
Bei allen Trainingsprogrammen geht es darum in 8 Wochen fit&sexy zu werden. Bevor ihr beginnt, macht ihr euch aber lieber mit den Grundregeln vertraut, damit ihr nicht sinnlos drauflostrainiert und am Ende mehr tut, als ihr cleverer Weise gemusst hättet.
 
Das Buch differenziert zwischen Anfänger und Fortgeschrittenen. Ihr beginnt als Neuling also mit den einfachen Übungen und steigert euch, wenn ihr merkt, dass euch die Übungen immer leichter fallen. Einen Effekt könnt ihr nämlich nur erzielen, wenn ihr euch auch fordert.
Damit die Übungen nicht langweilig werden, habt ihr immer verschiedene Variationsformen dabei, um das Training abwechslungsreicher zu gestalten.
 
Das Buch bekommt ihr für 14,99€. Mehr Infos und den Link zum Kauf gibt es [hier].
 
 
 
Durchtrainiert und kein Gramm zu viel auf den Hüften: So kennt man Patrick Schumann, das sympathische Kraftpaket aus Köln, unter anderem vom Cover der Men’s Health Muscle. In der Rheinmetropole arbeitet Patrick seit mehreren Jahren als Fitnesscoach und Personal Trainer und erstellt individuelle Trainingspläne für seine Kunden.
Patricks Erfolgsrezept basiert auf Motivation, Ernährung und Bewegung. In diesem kompakten Ratgeber bietet er sowohl klassisches Krafttraining an Geräten als auch ein Bodyweight-Programm für zu Hause, jeweils für Männer und Frauen, Einsteiger und Fortgeschrittene. Somit kann jeder abwechslungsreich und erfolgreich trainieren, ganz egal, wie es gerade um seine Fitness steht. Das begleitende Ernährungsprogramm stellt gleichzeitig sicher, dass man nicht nur Muskeln aufbaut, sondern auch lästiges Körperfett loswird.
Wer Patricks Empfehlungen befolgt, wird in 8 Wochen topfit. Hot or not? ist der ultimative Ernährungs- und Trainingsratgeber. Läuft bei dir!
 

 
 
 MEHR ZUM THEMA FINDET IHR WEITERHIN AUF alltagsgeplauder.blogspot.de

Montag, 8. August 2016

Witzig aber authentisch: Fuck the Föhnfrisur

Fuck the Föhnfrisur ist ... ja... ja, es ist wirklich ein bisschen wie Fack ju Göte. Also auf seine eigene Weise. Denn hier wird vom Schulwahnsinn erzählt, den wohl jede Lehrerin kennt. Absolut etwas zum Lachen- ob man selbst Lehrerin ist oder nicht.
Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten, denn die Autorin ist wirklich Lehrerin und hat sich am Friseurberuf probiert. Daher auch der Titel mit der "Föhnfrisur". Toll ist es, dass man dadurch merkt, dass nicht nur irgendetwas erzählt wird, sondern wirklich "Fachwissen" einfließt. Man kann sich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren, kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus und wird das Buch danach sicherlich weiterempfehlen. So wie ich es hier jetzt auch tue:
Wer eine amüsante Literatur haben möchte, eine chaotische aber sympatische Frau "kennenlernen" will, Wortwitz mag, etwas zum schnell-weglesen sucht, ehrliche Geschichtchen mitverfolgen will, dem sei das Lesevergnügen mit diesem Buch versichert.



Hier nochmal der Klappentext:

Lehrerin Meike hadert mit ihrem Alltag: Will sie ihren Bildungsauftrag wirklich in die Tat umsetzen und sich bis zum Rentenalter die Lunge aus dem Hals schreien? Als sie ausprobiert, welchen Alternativjob ihr die Berufsberatung nahelegen würde, ist sie fassungslos: Ausgerechnet Friseurin soll sie werden?! Meike begibt sich in die Ausbildung, womit sie sogar bei ihren Schülern gut abschneidet: Schließlich brauchen die Topmodels und DSDS-Stars von morgen eine persönliche Stylistin, die noch dazu die Rechtschreibfehler auf ihren Autogrammkarten ausmerzen kann! Doch dann passiert etwas wahrhaft Haarsträubendes, womit niemand gerechnet hat …

Sonntag, 7. August 2016

Sehr berührend und emotional: Mein bester letzter Sommer

Die Geschichte erzählt von Tessa und stellt gleich zu Beginn klar, wie sie ausgehen wird. Denn Tessa wird sterben. Obwohl sie ein Vorzeigeleben hat, gute Schulnoten, gute familiäre Strukturen und eine Unizusage, ist ihr Schicksal unumstößlich. Sarkastisch geht sie durch`s Leben: das, was ihr davon noch bleibt.
Ihr letzter Sommer wird etwas besonderes werden, denn Oskar läd sie auf einen Roadtrip ein. Beide fahren nach Italien und verbringen eine unsagbar schöne Zeit gemeinsam. Das Buch liest sich gut und schnell weg, was an der bildhaften Erzählweise liegt. Man kann sich gut hineinversetzen und sich selbst nach Italien träumen.
Eine berührende Geschichte mit sympathischen Charakteren. Wer nahe am Wasser gebaut ist, sollte sich die Taschentücher zurecht legen. Es geht einem einfach nahe, wenn man merkt, wie sehr Tessa seelisch ins Leben zurückkommt und wie erwachsen Oskar ihr gegenübersteht.
Ein sehr emotionales Buch, was direkt ins Herz trifft.

http://www.randomhouse.de/Buch/Mein-bester-letzter-Sommer/Anne-Freytag/Heyne-fliegt/e481955.rhd

Freitag, 5. August 2016

Für Kinder, Schüler und Erwachsene: Der Zahlenteufel

Nicht wenig Kinder sind Mathemuffel. Diese Einstellung kommt aber meist erst später - im Schulalter. Grundsätzlich ist nämlich ein Interesse am Zählen, an Größenordnungen und Rechnungen vorhanden. Damit dieses aufrecht erhalten wird empfehle ich den Umgang mit Mathematik spielerisch aufrecht zu erhalten. Das knüpft am Kindsein an. Die Geschichte von Enzensbergers Zahlenteufel gefällt mir wirklich sehr gut. Sie kann als gute Nacht-Geschichte vorgelesen werden oder als Hörbuch abgespielt. Sind die Kinder schon älter, können sie es auch selbst lesen. Die Geschichte hat auf der CD eine Laufzeit von über zwei Stunden. Sie erzählt von einem Jungen, Robert, der in den Nächten von seinem neuen Freund besucht wird, dem Zahlenteufel. Enzensberger knüpft hier an der Fantasiewelt von Kindern an und kreiert einen imaginären Freund von Robert, der ihm zeigt, wie vielseitig Mathematik ist. Die Null ist besonders, das konnten wir erahnen. Aber wussten wir schon, dass es dreieckige Zahlen gibt? Außerdem noch unvernünftige und prima Zahlen. Wir ahnen schon, dass selbst Erwachsene noch etwas vom Zahlenteufel lernen können. Die Geschichte ist nicht zu kompliziert, macht Spaß beim Zuhören und man kann vor allem noch etwas dabei lernen!

Der Zahlenteufel

Montag, 25. Juli 2016

Mama, I need to kotz - Was ich in London als Mutter lernte {Lucie Marshall}

Na? Bock auf Frühstück? In der einen Hand ein Pappbrötchen, in der anderen einen überbrühten, labbrigen Kaffee, dazu noch eine Stunde Zeitverschiebung, die einen durch den Tag wanken lässt wie einen Leichtmatrosen auf hoher See, um dann nach einem langen Arbeitstag in ein anonymes Hotelzimmer zu stoplern, das zwar den Preis einer Luxussuite hat, sich aber leider als dunkles Dusch-Klo mit angeschlossener Schlafgelegenheit heraussstellt.

Nee? Nichts für euch?
Naja, lasst euch erstmal drauf an, das kann schon seinen Reiz haben.

Lucie Marshall berichtet von ihrem Schritt aus Berlin nach London zu gehen. Das samt vierjährigem Kind und ohne Kontakte, die einem bei Kitaplätzen und Co. helfen könnten. Doch überlegen musste sie nicht. Einfach mal "JA" hat das Adrenalin in ihren Adern geschien. Zeit für eine Veränderung, einen neuen Schritt, ein Abenteuer!

Lucie ist Bloggerin und kennt sich aus, mit Witz interessant zu schreiben. Dabei bleiben ihre Erzählungen immer authentisch. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, verschweigt uns keine Einzelheit von ihrem Chaos, gibt uns Ratschläge und teilt uns Erleuchtungen mit.

Das Buch liest sich super schnell weg. Es ist übersichtlich und in einer relativ großen, gut lesbaren Schriftart. Ihr Schreibstil ist lässig. Es kommt euch vor, als würdet ihr mit eurer besten Freundin chatten oder Selbstgespräche führen. Kein hochgestochenes Deutsch, sondern einfach ein freundliches Losplappern entspringt diesem Buch.

Große Kapitel durchziehen das Buch. Dabei ging es an die zehn Unterkapitel jeweils. Alle haben aber einen Titel. Das macht alles übersichtlich und interessanter als "Kapitel 1", "Kapitel 2" usw. Es gibt also
"Am Anfang war der Ort"
"Wer zuerst lacht, lacht am längsten"
"Who am I?"
"Happy Endings"
"Der Blick zurück nach vorn"

Ich will euch nicht zu viel verraten. Geht sie wieder zurück oder bleibt sie in London? Wie ergeht es ihr da und was hält ihr Sohn Sam davon?

Das Buch bekommt auf jeden Fall meine eindeutige Leseempfehlung. Man kann es super zwischendurch lesen und ich wage zu behaupten, dass man sogar parallel zu einem schweren Roman diese Geschichte zwischendrin hervorholen und verfolgen kann.

€ 8,99 [D]
€ 9,30 [A] | CHF 12,50*
(* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-17548-2                   
                                            Erschienen: 20.06.2016                                            

Mehr Infos [hier].


Samstag, 23. Juli 2016

Triumph der Musik {Tim Blanning}

Der Triumph von Musik erstreckt sich über die Jahrhunderte. Das Buch spezialisiert sich nicht auf eine Musikrichtung, auf eine Epoche oder einen Künstler... Es deckt alles ab, was Musik zu bieten hat: verschiedene Orte, verschiedene Künstler, und und und

Die Schrift ist sehr klein, das erlaubt auf den Taschenbuchseiten eine Menge von breit gefächerten Informationen.
Richtig sicher bin ich mir nicht, ob man das Buch eher quer oder von vorne nach hinten liest. Ich selbst habe immer die Seiten herausgesucht, die in diesem Moment interessant für mich waren.

Triumph der Musik: von Bach bis Bono ist ein Sachbuch, was man ohne Weiteres wie einen Roman von vorn bis hinten lesen kann. Die verschiedenen Kapitel beinhalten die Themen Status, Sinn und Zweck, Orte und Räume, Technik und Emanzipation. Die Informationen sind logisch aufgebaut und geben das wieder, was nicht jeder kennt, sondern was hinter der Materie steckt. Wie entwickelte sich die Musik, wie kam sie in die Konzerthallen, warum gibt es verschiedene Formen von Konzerten?

Das Buch kann Musikinteressierten durchaus empfohlen werden, denn es schafft es, geschichtslastiges auf eine leichte Art an den Mann zu bringen.

Freitag, 15. Juli 2016

Amandas unsichtbarer Freund {A. F. Harrold}

Mehrere Erzähler in einer Geschichte können gut gehen. Hier ist es gelungen.
Ein Buch über Freundschaft, Gemeinschaftssinn und Fantasie.
 
Zugegeben, die Bilder in diesem Buch sind schon irgendwie gruselig. Für meine Begriffe jedenfalls. Da hätte man ruhig anders zeichnen können und ein bisschen Farbe wäre auch nicht schlecht gewesen. Im Buch selbst geht es allerdings auch ein wenig gruselig zu. Unsichtbare gibt es dort und und und. Schon zum Fürchten, aber es gewinnt Gut über Böse.
 
Trotzdem ist es vielleicht nicht für jedes Kind ein geeignetes Buch. Ein bisschen Abenteuerlust sollte man haben, Mut, sich nicht fürchten und dann kann es losgehen:
 
Rudger sitzt auf einmal in Amandas Schrank. Rudger ist ihr Freund. Ihr imaginärer Freund. Aber das macht nichts. Auch Erwachsene haben manchmal imaginäre Freunde. Aufregend und herzlich ist diese Geschichte, in der Rudger bald zum Helden wird, da er über sich selbst hinauswächst. Diese wunderbare Freundschaft ist anders als die, die Amandas Schulfreunde haben. Draußen spielen, die Kleider mal so richtig dreckig machen, ein Lager im Garten bauen und viele wunderbare Abenteuer erleben- das ist das, was Amanda mit ihrem neuen Freund kann. Nur Amanda sieht ihn, bis Mr. Bunting auftaucht. Um diesen rankt sich eine Geschichte. Doch was hat er nur zu verbergen?

 
Mai 2016
Heyne Verlag


Dienstag, 12. Juli 2016

Mord und Intrigen: Das Opfer von Angel Court {Anne Perry}



Unter dem Titel "Das Opfer von Angel Court" konnte ich mir erst gar nicht richtig etwas vorstellen. Nungut, es klingt nach einem Krimi und das ist es auch. Dabei spielt es in London im Jahre 1898.
Normalerweise bin ich skeptisch gegenüber solchen Geschichten, die nicht im Hier und Jetzt passieren. Ich habe mich trotzdem herangetraut. Der Schreibstil war nicht schlecht, aber richtig vom Hocker gehaun hat mich das Buch nicht.
Es geht um eine Predigerin. Ursprünglich ist Frau Delacruz Spanierin. Die Geschichte verläuft aber in London, wo Sophia versucht Fuß zu fassen und Vorträge hält. Dabei gehen die Meinungen über sie auseinander. Plötzlich ist Sophia verschwunden. Wie aus dem Nichts kann man sie nicht mehr finden, dabei sollte doch für ihre Sicherheit gesorgt werden. Hat etwa Thomas Pitt etwas damit zu tun? Der Chef, bei dem sie eigentlich unter Staatsschutz stand und von ihm beschützt werden sollte? Er nimmt zwar die Ermittlungen auf und sucht überall nach Sophia und Spuren, die ihn zu ihr führen, doch ist das vielleicht alles nur Schein zur Tarnung? Ein detailliertes und verwobenes Intrigennetz scheint aufzufliegen - und darin verwickelt: das ganze Land.
 
 
 
Das Buch hat sich etwas schleppend gelesen. Das mag daran liegen, dass sich viele Teile wiederholen. Die christlichen Glaubenstheorien, die Sophia predigt erscheinen wiederholt, wenn Thomas Pitt sich Gedanken dazu macht. Das macht das gesamte Buch zu schwer und denklastig.
Schade ist es auch, dass man das Ende erahnen kann. Wer ist Täter und welches Motiv veranlasste den Täter dazu? - Die Antwort ist nicht schwer zu erraten. Zwischenzeitlich hofft man noch auf eine Wendung, aber diese kommt nicht und somit fehlt der Geschichte der Reiz.
 
Fazit: kommt nicht richtig ins Rollen, könnte mehr "Leben" vertragen.

Sonntag, 10. Juli 2016

Lucy Dillon: Im Herzen das Glück

Ein wunderschönes Buch, was man sich als Sommerlektüre durchaus vornehmen kann ist "Im Herzen das Glück". Es handelt von Libby, die aufs Land gezogen ist und dort ein Familienhotel mit umbaut. Bald lässt sie eine Unbekannte im Hotel bleiben, ohne zu wissen, dass sich dadurch vieles in ihrem Leben verändern wird.
 

Donnerstag, 30. Juni 2016

Ein neues DIY-Buch mit vielen kreativen Ideen

Heute habe ich mal die Rezension eines Buches, was ich verschenkt habe. Die Ideen darin finde ich super, aber ich habe kein ruhiges Händchen sowas dann wirklich herzustellen, daher musste jemand anders ran, der dann auch gleich die Rezension übernommen hat. Danke, Johanna!




"Scandi Do it yourself" , von der Bloggerin Astrid Algermissen, behandelt wie man Alltagsgegenstände mit wenigen Mitteln zum stylischen Hingucker in der Wohnung machen kann.
Das Buch ist in die verschiedenen Ausgangsmaterialien, wie Glas, Stein, Papier etc. aufgeteilt. So gelingt es der Autorin, dass man einen guten Überblick über Tipps bekommt, was man sich aus dem vorhandenen Ausgangsmaterial zu Hause basteln kann. Zu allen Anregungen gibt es Bilder, was das Buch besonders anschaulich macht und direkt den Ansporn gibt, etwas zu basteln oder auszuprobieren. Es erweckt den Eindruck, dass jeder ohne große Mühe, seine alten und einfachen Objekte zu wahren Schätzen weiterverarbeiten kann.
Bereits das Cover des Buches begeistert in vollen Zügen. Es zeigt einen einfachen Küchentisch, welcher durch die verschiedenen Platzdeckchen und einem besonderen Vasenkrug, einen ganz bestimmten Look bekommt. Man weiß sofort, dass sich der "Scandinavian Shabby Chic" im Buch weiter fortsetzen wird.
Es gibt kaum Bücher dieser Art, bei welchen mich restlos alles interessiert und ich alles selber nachbasteln würde. Aber bei diesem ist es der Fall. Da ich das Buch erst seit kurzem besitze, hatte ich bisher keine Zeit dafür, aber ich werde auf jeden Fall nicht mehr lange damit warten. Besonders die Gürteluhr und den Leuchtkasten werde ich auf jeden Fall nachbasteln!
Für alle Bastelbegeisterten, aber auch für solche, die es mal werden wollen und nur etwas Inspiration brauchen, kann ich das Buch definitiv empfehlen!
Heute habe ich mal die Rezension eines Buches, was ich verschenkt habe. Die Ideen darin finde ich super, aber ich habe kein ruhiges Händchen sowas dann wirklich herzustellen, daher musste jemand anders ran, der dann auch gleich die Rezension übernommen hat. Danke, Johanna!




"Scandi Do it yourself" , von der Bloggerin Astrid Algermissen, behandelt wie man Alltagsgegenstände mit wenigen Mitteln zum stylischen Hingucker in der Wohnung machen kann.
Das Buch ist in die verschiedenen Ausgangsmaterialien, wie Glas, Stein, Papier etc. aufgeteilt. So gelingt es der Autorin, dass man einen guten Überblick über Tipps bekommt, was man sich aus dem vorhandenen Ausgangsmaterial zu Hause basteln kann. Zu allen Anregungen gibt es Bilder, was das Buch besonders anschaulich macht und direkt den Ansporn gibt, etwas zu basteln oder auszuprobieren. Es erweckt den Eindruck, dass jeder ohne große Mühe, seine alten und einfachen Objekte zu wahren Schätzen weiterverarbeiten kann.
Bereits das Cover des Buches begeistert in vollen Zügen. Es zeigt einen einfachen Küchentisch, welcher durch die verschiedenen Platzdeckchen und einem besonderen Vasenkrug, einen ganz bestimmten Look bekommt. Man weiß sofort, dass sich der "Scandinavian Shabby Chic" im Buch weiter fortsetzen wird.
Es gibt kaum Bücher dieser Art, bei welchen mich restlos alles interessiert und ich alles selber nachbasteln würde. Aber bei diesem ist es der Fall. Da ich das Buch erst seit kurzem besitze, hatte ich bisher keine Zeit dafür, aber ich werde auf jeden Fall nicht mehr lange damit warten. Besonders die Gürteluhr und den Leuchtkasten werde ich auf jeden Fall nachbasteln!
Für alle Bastelbegeisterten, aber auch für solche, die es mal werden wollen und nur etwas Inspiration brauchen, kann ich das Buch definitiv empfehlen!

Freitag, 20. Mai 2016

Papa to go - ein etwas anderes Buch über Yoga

Wir gucken uns jetzt mal gemeinsam das Buch von Christian Busemann an. "Papa to go - Yoga für gestresste Väter". Busemann schreibt fürs Fernsehen und ist ein entspannter Vater. So steht es zumindest im Klappentext.
 
Was erwartet man von diesem Buch? Bestimmt ist es recht humorvoll geschrieben. Angeblich soll es auch das perfekte Geschenk für alle Väter sein. Ist es für mich als Frau dann also uninteressant?
 
Im Inhaltsverzeichnis sieht man schon, dass es sehr viele Überpunkte gibt, die sich alle um Yoga drehen. Busemann scheint hier einen Erfahrungsbericht darzustellen, der wertvolle Tipps für alle liefert, die sich mal wirklich locker machen wollen.
Denn Dank Yoga wurde ich vom ersten Tag an bildschön. Endlich sind meine Zähne weiß, und mein Körper ist gestählt wie der eines American Dreamboy, ach, wie der von Christiano Ronaldo, aber das ist ja dasselbe. Außerdem bin ich mittlerweile mehrfacher Millionär, denn das Böse habe icch einfach weggelächelt und mit klarem yogischem Geist clevere Business-Entscheidungen getroffen. Ich verabrece mich einmal die Woche mit Sting oder wahlweise Orlando (übrigens: Bloom) zum "Sonnengruß" im Park. Anschließend... NEIN! Natürlich nicht." Aber Busemanns Leben hat sich tatsächlich verändert, und ihr dürft euch sicher sein: Das blüht euch auch, vorausgesetzt, ihr habt Bock auf Yoga und gebt dem Geturne eine ernsthafte Chance.
 
mehr Infos und einen Blick ins Buch gibt es [hier]
 
 
Was hat das jetzt aber mit Kindern zu tun?
Wer Kinder hat, hat viel um die Ohren. Momente der Ruhe sollten wir uns aber gönnen um Kraft zu ernten. Das Buch hat die Mission Spaß an Yoga zu vermitteln, weil es als Erfrischung bei Busemann geklappt hat. Und deshalb will er seine Erfahrungen mit uns teilen. Man erfährt in diesem Buch etwas über die Herkunft des Yoga, was Yoga bewirkt, wie es guttut, was man dazu braucht, wie man es in den Alltag einbettet, wer alles Yoga macht und was überhaupt Meditation ist.
Wenn euch das Buch wirklich überzeugen kann, gibt es auf den letzten Seiten Praxistipps für Einsteiger.
Das Schöne ist, dass das Buch aus der Sicht eines Yogaschülers geschrieben ist, denn so versteht sich Busemann - und nicht als Lehrer. Einfach, klar und inspirierend.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Sie fanden die Liebe und redeten nie wieder ein Wort miteinander: Anna und Armand

Ein Buch, was geschrieben werden will - oder auch nicht?
Ich glaube es weiß es selbst nicht so genau.
 
Es erzählt eine wahre Geschichte. Ein Thema, über das keiner sprechen will. Eine Geschichte über eine Großmutter und einen Großvater, die sich letztendlich die Enkelin entschlossen hat niederzuschreiben. Eine Erinnerung, kein historisches Werk.
 
So richtig weiß man am Beginn nicht, was einen erwartet. Die Anmerkung der Autorin sowohl als auch das Vorwort sprechen nichts direkt aus und lassen einen im Dunkeln. Wir wissen nur, dass es Überwindung gekostet hat, eine "Geschichte über ein Schweigen" zu schreiben, doch "wie bricht man ein fremdes Schweigen"?
 
Anna und Armand überlebten gemeinsam den zweiten Weltkrieg und kauften 1948 ein altes Steinhaus in Südfrankreich.

"Sie fanden die Liebe. Sie überlebten. Und sprachen 50 Jahre kein Wort mehr miteinander."

Wenige Jahre später verlässt Anna ihren Mann samt Schreibmaschine und Kinder, danach sehen oder sprechen sie sich nie wieder, abgesehen von einer kurzen Begegnung.
 
Was sie damals auseinandergebracht hat, weiß keiner. Nie haben die beiden mit irgendwem darüber geredet. Doch auch nie haben sie wieder eine neue Liebe gefunden.
 
 
In dem Buch folgen wir Miranda Richmond Mouillot, der Enkelin von Anna und Armand, auf dem Weg zu den Wurzeln dieses geheimnisvollen Schweigens. Als Anna die erste Fassung des Textes zu lesen bekam, sagte sie: "Mirandali,  das ist jetzt so lange her, wer kann sich noch erinnern?"
Doch Miranda hat es probiert und wir folgen ihr gemeinsam beim Erkunden dieser berührenden Geschichte.
 
 
Was direkt auffällt ist die liebevolle Gestaltung des Buches – es gibt immer wieder eingestreute Bilder der Großeltern, deren Geschichte die Autorin nach und nach zusammenträgt, Zeichnungen von den Orten, wo sie sich befunden haben und auch ein Zeitstrahl, der die verschiedenen Stationen der gemeinsamen Liebe aufzeigt. Das Buch selber hat 21 Kapitel mit einer angenehmen Kapitellänge, mal erzählt die Autorin von eigenen Erlebnissen – sowohl aus ihrer Kindheit mit Erinnerungen an ihre Großeltern, aber auch, was sie in der Gegenwart bei ihren Recherchen erlebt -, dann wieder stehen eher die Erlebnisse der Großeltern im Vordergrund. Gerade in der zweiten Hälfte des Buches gibt es auch immer wieder Zitate der Großeltern von dem, was sie ihrer Enkelin erzählt haben. Und so setzt sich nach und nach das Puzzle um die Ereignisse zur Zeit des zweiten Weltkrieges und danach zusammen.
weitere Infos und einen Blick ins Buch gibt es [hier]



Es soll an dieser Stelle nicht gespoilert werden, denn es macht das Buch aus, dass man sich mit auf dem Rechercheweg befindet. Daher ist die Geschichte auch nicht wirklich einem Genre zuzuordnen. Es ist kein reiner Roman, immer wieder fließen Recherchevorgänge mit ein und werden Zitate eingeflochten, die Großeltern zu sagen pflegten. Damit springt man immer zwischen verschiedenen Zeiten, was einem zuerst bewusst sein sollte. Die Authentizität kommt dadurch aber auf jeden Fall sehr gut zum Vorschein. Allerdings spricht hier ja die Enkelin zu uns und somit bleiben uns die Gefühle ihrer Großeltern überwiegend verborgen. Die Geschichte packt einen, die Personen eher weniger. Dafür stellt man sich aber umso mehr auf die Autorin ein und kann genau nachvollziehen, wie verzweifelt sie manchmal ist, wenn die Nachforschungen stocken.
In den gemeinsamen Jahren, die Anna und Armand in Südfrankreich zusammen wohnten, ist etwas vorgefallen, was mit dem zweiten Weltkrieg zu tun hat. Durch dieses Ereignis erwachte Bitterkeit zwischen beiden Liebenden und brachte Schweigen über die Betroffenen.
 
Es ist ein lesenswertes Buch, was ich denjenigen empfehle, die generell an der damaligen Zeit interessiert sind. Es kommen Aspekte zum tragen, die man sich so noch nicht vor Augen geführt hat.

Montag, 9. Mai 2016

Eine Rolle Klopapier hat 200 Blatt. Warum ist keins mehr da, wenn man es am dringendsten braucht?

Man braucht doch immer ein Buch oder irgendwas zum Lesen, wenn man zum Beispiel mit dem Zug unterwegs ist. Ein Roman ist da nicht immer geeignet. Erstens kann der sich als langweilig entpuppen, wenn man ihn erst neu beginnt oder aber man kann sich nicht wirklich konzentrieren, weil das Kind im Nebenabteil immer auf und ab springt.
Ein bisschen was kurzweiliges aber unterhaltsames braucht es dann also.
Das folgende Buch erinnert mich ein bisschen an das "Unnütze Wissen" der NEON-Redaktion. Es ist ziemlich ähnlich. Auch witzig, aber in einer anderen Aufmachung. Alltägliche Geschichten und Infos sind hier in Textaufgaben gekleidet und haben mit dem Schulaufgabencharakter eine besondere Art uns zu unterhalten. Stelle die Frage doch einfach den Mitreisenden und schaue, ob ihr die Antworten kennt oder zumindest richtig raten könnt. Die Bereiche umfassen alles Mögliche (Freizeit, Arbeit, Sport,...). Ich gebe euch mal ein Beispiel.
 
Herr N. kauft im Baumarkt ein 500-teiliges Schraubenset für zwölf Euro. Darin enthalten sind 50 Schrauben in den gängigsten Maßen und 450 Schrauben in Größen, die kein normaler Mensch braucht.
a) Warum hat Herr N. dennoch das Gefühl, ein wahres Schnäppchen gemacht zu haben?
b) Wie viele Jahre gammelt das Schraubenset größtenteils ungenutzt im Keller herum?
c) Ermitteln Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Herr N. trotzdem wieder zu einem "sensationell günstigen" Set greift, sobald die Schrauben in den gängigsten Größen aufgebraucht sind.
 
Na, wollt ihr die Antworten wissen? Die findet ihr im Buch "Eine Rolle Klopapier hat 200 Blatt. Warum ist keins mehr da, wenn man es am dringendsten braucht?"
 
 

Sonntag, 8. Mai 2016

Ina Rudolph: Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?

Nachdem ich neulich ein Buch in der Hand hielt, habe ich danach auch gleich nochmal ein Exemplar verschenkt. Manchmal sind die Bücher nicht für die breite Masse ansprechend, dafür aber umso mehr für einzelne Personen, für die sie wie zugeschnitten erscheinen.
 
In dem Buch "Ich will ja loslassen" geht es eben um das Loslassen. Ina Rudolph beschreibt, wie sich die Welt für einen verändern kann. Die Realität bleibt zwar die gleiche, doch sobald sich unser Blick darauf verändert, nehmen wir sie anders wahr und werden selber anders wahrgenommen.
Kehrst du dein Denken um, so verändert sich die Welt für dich.
 
Klappentext: „The Work“ von Byron Katie, diese berühmte und radikale Methode zur Selbsterkenntnis, ist für viele der direkteste Weg, um das Loslassen zu lernen. Auch für die bekannte Schauspielerin Ina Rudolph begann, als sie auf „The Work“ stieß, ein tiefer innerer Veränderungsprozess. In lebendigen und berührenden Geschichten erzählt sie von ihren Erfahrungen mit „The Work“: wie sich ihre Freundschaften, die Beziehung zu ihrem Lebenspartner und zu ihrer Tochter, ihre berufliche Situation nach und nach veränderten. Wie sie lernte, durchs Leben zu gehen ohne zu wissen, was als nächstes geschieht. Die Realität bleibt die gleiche, doch sie fühlt sich ganz anders an. Ein berührendes Buch, das Mut macht, einen neuen Blick aufs Leben zu werfen: Es zeigt, wie sich innere Freiheit anfühlen kann.
 
Jetzt darf man dieses Buch aber nicht als solchen Ratgeber verstehen, wie es schon viele auf dem Markt gibt. Es ist vielleicht eher ein Tagebuch, indem Ina ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen festhält und mit uns teilt. Das macht das Buch auch für einige Leser langweilig. Man muss sich schon darauf einstellen und sich etwas mit der Erzählerin identifizieren können.
Ina stellt sich selbst einige Fragen, die sich vielleicht einige unter euch auch stellen. Wenn das aber nicht so sein sollte, kann das Buch sich ganz schön in die Länge ziehen.
 
Viele Fragen drehen sich um Beziehungsprobleme: offene Beziehung oder feste? Das alles wirkt ziemlich oberflächlich und wirft einen Blick auf die Autorin, der sich so darstellt, als würde sie sich nur selbst darstellen wollen.
Mein Interesse hat das Buch nicht gewonnen, aber ich wusste, wen es interessieren würde und habe damit auch tatsächlich richtig gelegen. Deshalb lege ich euch den Tipp ans Herz, erst einmal quer zu lesen, bevor ihr entscheidet das Buch zu kaufen. Möglicherweise werdet ihr sonst enttäuscht.

Fazit: Irgendwie ein Ratgeber, denn man kann aus den Erzählungen etwas mitnehmen, lernen und sich ändern.


Samstag, 7. Mai 2016

Abwechslung auf der Kuchentafel Bunte Gugl-Welt Set

Wie rezensiert man ein Back-Buch?
 
Erzählperspektive? Liest es sich flüssig?
 
Ganz klar: ein Back-Buch muss nicht nur durch die Aufmachung sondern auch durch die Rezepte bestehen. Selbst wenn aber beides noch so gut ist, verkauft es sich erst, wenn eine originelle Idee dahinter steckt.
Bei diesem Buch ist die Idee angelegt an die kleinen Gugls. Chalwa Heigl hat sich mit ihnen auseinandergesetzt und lässt uns nun gemeinsam kleine Kunstwerke entstehen, indem wir die gebackenen Küchlein aufpeppen. Ich glaub das müsste schon das fünfte Buch der Autorin sein- ihre Kreativität scheint kein Ende zu haben! Aber gut so, denn somit entstehen Froschkönig-Gugl, Erdbeermonster und viel mehr.
Ein bisschen muss man schon ein gutes Händchen haben, um die kleinen Kunstwerke herzustellen, aber die Blister Schablonen helfen einem da ungemein. Die Rezepte sind wirklich gelingsicher, vielseitig und mit jeder Menge Anregungen, damit die Küchlein auch optisch richtig was her machen.
 
Ganz toll ist es, wenn man mit den Kleinen versucht zusammen zu backen. Aber selbst wenn die Küchlein wie aus dem Nichts die Geburtstags-Kuchentafel zieren, wird die Freude ungemein groß sein.



Die Fotos im Buch inspirieren und zeigen die Möglichkeiten, wie alles aussehen kann.
Abwechslung auf der Kuchentafel - das ist hier das Motto.
Es geht vielmehr um das Konzept der Dekoration als um die Rezepte an sich. Im Prinzip kannst du auch Omas altbewährtes Gugelhupf-Rezept verwenden, verringerst nur die Backzeit und machst kleine Gugl, die du dann mit den praktischen Formen nach der Anleitung hier im Buch stylest.

Mehr Infos zum Buch und einen Blick hinein gibt es [hier]
 
Damit alles auch wirklich klappt, liest du dir die Tipps und Tricks durch, die vorneweg im Buch stehen, damit die sogenannten "Tattoos" aus den Förmchen geholt werden können ohne kaputt zu gehen.

Aufmachung: optisch top, viele Fotos, kinderfreundlich bunt, macht Appetit und Lust zum losarbeiten

Rezepte: übersichtlich, gelingsicher, einfach nachzuvollziehen, für Anfänger geeignet

Idee: so noch nicht dagewesen, kinderfreundlich, kreativ und bunt