Samstag, 12. Dezember 2015

Ein unterhaltsames Buch über ein ernstes Thema: Die Scheidungspapiere

Scheidung ist kein witziges Thema. Trotzdem ist "Scheidungspapiere" ein witzig geschriebenes Buch. Beim Lesen hat man viel zu Schmunzeln und kriegt gute Laune.
 
Inhaltlich geht es um folgendes:
Die 29-jährige Anwältin Sophie ist eigentlich auf Strafrecht spezialisiert. Doch eines Tages bittet sie ihr Chef, bei einem ganz anderen Termin einzuspringen: Die Tochter eines wichtigen Mandanten, Mia Durkheim, möchte sich beraten lassen, nachdem ihr Mann völlig überraschend die Scheidung eingereicht hat. Nach dem Gespräch ist Mia so von Sophie hingerissen, dass sie unbedingt von ihr vertreten werden möchte – trotz Sophies Warnungen. Aber schließlich ist es auch Mias erste Scheidung ... Und so stürzen sich die beiden Frauen gemeinsam in einen Rosenkrieg, der am Ende auch Sophies Leben gehörig auf den Kopf stellt.
 
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Scheidungspapiere/Susan-Rieger/Goldmann-TB/e467636.rhd
 
 
Mia`s Mann reicht ganz plötzlich die Scheidung ein. Damit hat Mia nicht gerechnet und möchte sich beraten lassen. Ihr Anwalt lässt sich bei dem allerdings vertreten und das leitet die Geschichte ein: Sophie, eine 29jährige Anwältin, ist auf Strafrecht spezialisiert. Also sind Scheidungen eigentlich gar nicht ihr Gebiet. Mia ist aber ganz begeistert von Sophie, sodass sie die Arbeit mit ihr weiterführen möchte. Sophie äußert zwar ihre Bedenken, aber weil Mia selber keine Ahnung von sowas hat - es ist ja immerhin ihre erste Scheidung - nehmen die beiden Frauen die Recherchen auf. Am Ende wird auch Sophies Leben davon ordentlich über Kopf geworfen.
 
Auch wirklich sachliche Bezüge zum Gericht ziehen sich durch das Buch. Es scheint hier richtige recherchiert worden zu sein, um den Handlungsstrang authentisch darzustellen. Somit wird das Buch sehr spannend und interessant. Wie läuft das so mit Unterhalt und Sorgerecht im Zivilrecht? Mia hat nämlich auch eine Tochter. Und wenn es um Kinder und Scheidung geht, kann auch so ein lustig geschriebenes Buch nicht umhin, eine traurige Stimmung zu verbreiten.
Die vielen juristischen Fakten in dem Buch fand ich spannend. Sie finden sich besonders in den Briefen, die zwischen den Anwälten hin und her gehen. Für manchen Leser könnte dieser Teil aber auch sehr langweilig sein. Es sind einige Zahlen dabei, die man dann vielleicht einfach mal querliest.
 
Das Buch ist der erste Roman von Susan Rieger. Ich denke, es wird sich vielleicht zu ihrem Stil herausprägen, dass ihre Themen gerichtlich angehaucht sind. Sie ist New Yorkerin und unterrichtete Jura. Genauso schrieb sie viele juristische Artikel.
 
Wie die Autorin es hier geschafft hat, ein unterhaltsames Buch über ein schwieriges Thema wie Scheidung zu schreiben, ist bemerkenswert. Sie verbindet ihre beruflichen Kenntnisse mit einer Geschichte, die vielen bekannt vorkommen könnte.
 
 

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