Montag, 16. November 2015

Welche Bücher man liest

Sage mir, welches Buch du liest und ich sage dir wer du bist.
Ist das so?
 
Bücher, die ich bisher gelesen habe, hat mir meine Lehrerin in der Schule draufgedrückt. Hut, ob ich sie dann wirklich komplett oder überhaupt gelesen habe, ist eine andere Sache, manchmal genügte da ja auch schon eine Zusammenfassung von Dr. Google...
Einige Bücher habe ich auch geschenkt bekommen. Selten war das dann genau das Thema, welches mich interessiert hat und nach ein paar Seiten, spätestens Kapiteln, habe ich aufgegeben. Nur ein Buch traf meinen Geschmack, das war "Die weiße Massai". Das habe ich aber wohl nicht als Empfehlungsbuch geschenkt bekommen, sondern weil der Betroffene damit nichts anfangen konnte oder es einfach in der Bestsellerliste stand.
 
Das war so in der Teeniezeit. Heute lese ich die Bücher, die mich brennend interessieren. Ach quatsch lesen; ich verschlinge sie. Ratzfatz ist ein Buch durchgelesen - und JA, das geht auch dann noch, wenn man arbeitet. Zugegeben; nicht ganz so schnell wie im Urlaub, aber trotzdem findet man die Zeit zum Lesen, wenn die Story einfach so interessant ist, dass man sie weiterverfolgen MUSS.
 
Jetzt will ich es mal anders machen. Ich möchte euch ein Buch vorstellen, das ich noch nicht beendet habe. Ehrlichgesagt bin ich gerade einmal auf den ersten Seiten. Der Grund, dass ich es jetzt schon anführe ist, dass es eben ein Buch ist, was zwar irgendwie mein Interesse weckt, aber ich dennoch nicht überzeugt davon bin, dass es mich umhauen wird.
Die Rede ist von "Die Kraft der Musik - Das West-Eastern Divan Orchestra".
 
 
Cheah, Elena

Die Kraft der Musik

Das West-Eastern Divan Orchestra
2015
btb
Preis: 12,40 €
Kartoniert, Paperback

 
Das Buch bezieht sich auf eben dieses Orchester, gegründet 1999 in Weimar. In ihm spielen Musiker aus Israel, Palästina, Jordanien, dem Libanon, Syrien, Ägypten, der Türkei, aus dem Iran und aus Spanien. Jedes Jahr wird im Sommer einen Monat lang über Nahostthemen diskutiert, geprobt und konzertiert. Musiker treffen zusammen mit Kollegen aus anderen Ländern, die man selbst vielleicht nie betritt. Über Jahre entwickelt sich das Orchester und reift heran. Nun kommen seine Musiker zu Wort. Ein jeder in seiner eigenen Art sich auszudrücken und mit seinen eigenen Meinungen. Edward Said und Elena Cheah haben das Orchester gegründet. Als ein Experiment für Menschen, die meinen, dass die Politik der Menschheit dienen sollte und nicht umgekehrt. Zu Beginn heißt es: "Selbstverständlich kann das West-Eastern Divan Orchestra keinen Frieden in den Nahen Osten bringen. Wir sind Musiker,  keine Politiker [...] Wir wollen in Ermangelung einer politischen eine menschliche Lösung schaffen."
  
Die Autorin Elena Cheah wurde in Pittsburgh, Pennsylvania geboren. Bereits mit vier Jahren erhielt sie Cellounterricht, und im Alter von acht wurde sie Jungstudentin an der Juilliard School in New York. Sie war Solocellistin unter Christian Thielemann und Daniel Barenboim. Beim "West-Eastern Divan Orchestra" spielt sie seit 2006. Sie lebt in Berlin.

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