Sonntag, 4. Oktober 2015

Sabine Zett "In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt" {Rezension}

Nach meinem letzten Buch, was mich ziemlich gefesselt hat und nicht gerade in die Kategorie "leichte Kost" gehörte, ist dieses hier genau richtig:


http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/In-der-Liebe-und-beim-Buegeln-ist-alles-erlaubt-Roman/Sabine-Zett/e457412.rhd
 
Wie liest sich das Buch?
Das Buch liest sich so einfach weg, ist absolut unterhaltsam und gut geeignet, wenn ihr vielleicht eine lange Bahnfahrt vor euch habt (ich komme nur darauf, weil ich dann meistens mehrere Bücher mitnehme, falls sich einige Nieten darunter befinden oder Bücher, auf die man dann einfach doch keinen Bock mehr hat, weil die Story zu langatmig ist).
Ich habe das Buch heute begonnen. Zwar nicht weil ich Bahn fahren musste, sondern weil super schönes Wetter ist und ich einen goldenen Herbst einfach gerne mit einem guten Buch in der Hand in der Sonne verbringe. Schwupp di wupp war ich auf einmal schon bei Seite 90! Ich hätte so gerne noch weitergelesen, aber irgendwann muss man dann ja doch mal was für die Arbeit und den kommenden Montag (*kotz*) tun.
 
Nunja, aber worum geht es in dem Buch?
Bügeltipps hält es für euch nicht bereit, so viel kann schon mal verraten sein. Das ginge auch gar nicht, denn Victoria kann nicht bügeln. So startet die Geschichte auch gleich mit den Sätzen:
"Wenn ich etwas wirklich hasste, dann war es mein Bügeleisen. Irgendwie kriegte ich nie alle Falten aus den Kleidungsstücken heraus und hatte stets das Gefühl, das Ding wollte mich, die mieseste Hausfrau unter der Sonne, verhöhnen und ein paar Knickmuster extra kreieren."
Zack bumm, schon hatte die Protagonistin meine vollste Sympathie. Um`s Bügeln geht es jedenfalls nicht, dann doch schon eher um Liebe. Und der Elefant auf dem Cover hat auch so seine Bedeutung. Ich sage nur Michael Rüsselberg, Victorias damaliger Schwarm zu Abizeiten. Der ist auch der einzige Aufhänger, weshalb Victoria kurz überlegt hat, zum Klassentreffen zu gehen, dann aber wild entschlossen absagte. Was wollte sie denn bei den ganzen Idioten, mit denen sie schon damals keinen Kontakt hatte, da sie eine der schüchternen Schülerinnen war, von denen wahrscheinlich sowieso keiner mitbekommen hatte, dass sie existierte. Jetzt hatte sie es geschafft, arbeitete in einer Bank, hatte ein paar Freunde, einen fremdgeherischen Exfreund, einen netten Nachbarn, dessen Chef sich für sie interessierte und eine Mutter, mit der von Montag bis Donnerstag täglich geskyped wurde. Diese ist übrigens auch die Schuldige, wegen welcher Victoria das Klassentreffen doch noch besucht.
Die Gefühle werden entfacht, die Mutter wittert ihre Chance, ihre einzige Tochter endlich unter die Haube zu bringen und wir werden köstlichst unterhalten.
 
Das Buch bekommt eine klare Empfehlung für alle, die leichte, witzige Lektüre mit Stories von Frauen um die dreißig (Victoria Weinmorgen ist weit über dreißig, wie sie sagt, hatte aber dadurch doch schon den ein oder anderen Mann im Bett und ist damit keine alte Jungfer, wie ihre Mutter sie gerne mal bezeichnet).
 
Taschenbuch
320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-38392-4
Roman
Verlag: blanvalet
Preis: 8,99€ 
Erschienen am 15. Dezember 2014
 

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