Sonntag, 25. Oktober 2015

Henriette Hell "Achtung, ich komme!" In 80 Orgasmen im die Welt

Achtung, ich komme!
 
Ja, bei diesem Titel geht es wirklich um das Thema, wie schon der Untertitel sagt "In 80 Orgasmen um die Welt".
Das Buch ist aber wahrlich kein Pornoblättchen. Es erzählt eher die Geschichte einer Mittzwanzigerin, die sich an irgendeinem prägnanten Punkt in ihrem Leben (und daran ist ihr Exfreund Jaro nicht ganz unbeteiligt) entschließt, mir nichts, dir nichts, nach Indien zu fahren. Dem Land des Tantra und der Lebensenergie. Dort will sie starten und begibt sich über viele Monate immer dorthin, wo es sie hintreibt. Immer in der Mission : Orgasmus.
Henriette Hell findet sich selbst, den Umgang mit ihrem Körper und ihren Bedürfnissen und wird dadurch (sexuell) selbstbewusster. Ganz verklemmt hatte sie sich auf die Reise begeben und schon während ihrer Erzählungen, spürt man den Wandel. Immer gelassener geht sie mit dem Thema um und schildert uns von Carlos und seine sanften Po-Klapse, Munech und seiner Höhle (wirklich wahr, der Typ hat echt in einer HÖHLE gelebt!), Yoga am Ganges, zu viel Raki mit Cem in Istanbul, Jeremys Geschlabber, miesem MDMA mit Hung,... und einiges mehr.
Am Ende steht Henriette wieder in Hamburg am Flughafen. Klar, sie wollte ja auch nicht ihre große Liebe finden, sondern sich selbst. Und das hat sie geschafft.
Aus diesen Erlebnissen ist ein Reise-Sextagebuch entstanden. Henriette hat "die Hoffnung, dass dieses Buch Frauen erreicht, die glauben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, weil sie beim Sex mit ihrem Freund nur selten oder nie zum Orgasmus kommen. Und natürlich auch Männer, die vielleicht noch nicht wissen, dass es viele Frauen gibt, die rein biologisch gar nicht dazu in der Lage sind, durch bloße Penetration zum Höhepunkt zu kommen - und die deshalb bisher die "Schuld" oder den "Fehler" bei sich oder ihrer Partnerin gesucht haben." Henriette Hell "möchte diesen Leuten eine Last von den Schultern nehmen, denn es geht seht vielen haargenau so wie [uns]. Es redet nur kaum jemand darüber, weil das "Nicht-Kommen" in unserer sexualisierten Gesellschaft als ein Tabu oder Makel begriffen wird.
 
Eine Leseprobe gibt es [hier]
 
 
 

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